Ausgabe Dezember 2007

Gelobt sei, was hart macht

Der Vierte Weltkrieg des Norman Podhoretz

Im letzten Jahr der Regierung Bush junior scheinen alle seine neo-konservativen Vordenker – von Richard Perle über Paul Wolfowitz und Lewis Libby bis zu John Bolton – längst in der historischen Versenkung verschwunden zu sein. Und dennoch ist die Bedeutung ihrer bellizistischen Ideologie ungebrochen, wie die fortschreitende Vorbereitung auf einen Krieg gegen den Iran belegt.

Im letzten Jahr der Regierung Bush junior scheinen alle seine neo-konservativen Vordenker – von Richard Perle über Paul Wolfowitz und Lewis Libby bis zu John Bolton – längst in der historischen Versenkung verschwunden zu sein. Und dennoch ist die Bedeutung ihrer bellizistischen Ideologie ungebrochen, wie die fortschreitende Vorbereitung auf einen Krieg gegen den Iran belegt. Am deutlichsten wurde dies vielleicht, als der US-Präsident jüngst erneut vor einem „Dritten Weltkrieg“ warnte. Wer diesen Krieg noch vermeiden wolle, so George W. Bush nur einen Tag nach dem Treffen von Irans Präsidenten Ahmadinedschad mit Russlands Staatschef Wladimir Putin, müsse das Regime in Teheran daran hindern, Nuklearwaffen zu entwickeln. Zu den wohl wichtigsten Einflüsterern und Stichwortgebern der US-Regierung zählt Norman Podhoretz – als langjähriger Herausgeber der Zeitschrift „Commentary“ einer der neokonservativen Gründerväter –, dessen jüngstes Buch „Der Vierte Weltkrieg.

Sie haben etwa 3% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 97% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Juni 2020

In der Juni-Ausgabe analysiert die Journalistin Kate Aronoff, wie sich Corona-Pandemie, Verschuldung und Klimawandel im globalen Süden zu einer dreifachen Krise verschränken. Die Ökonomen Emmanuel Saez und Gabriel Zucman zeigen, wie die einst progressive Steuerpolitik der USA durch eine systematische Bevorzugung der Reichen abgelöst wurde. Der Agrarwissenschaftler Knut Ehlers und der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, plädieren für eine radikale Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Und »Blätter«-Redakteur Steffen Vogel ergründet den Zusammenhang zwischen Verschwörungsglaube und Popkultur.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema

Iran: Das geopolitische Erdbeben

von Franziska Fluhr

Noch im Januar beherrschte der USA-Iran-Konflikt die Überschriften der internationalen Berichterstattung. Nun aber ist der Konflikt durch die Corona-Pandemie nahezu vollständig von der Bildfläche verschwunden. Daraus zu schließen, die Auseinandersetzungen hätten sich beruhigt, wäre nicht nur naiv, sondern auch fatal. Denn das Gegenteil ist der Fall.