Ausgabe Januar 2012

Die vierte Moschee

In einem Londoner Antiquariat machte der Sinologe und Pulitzer-Preisträger Ian Johnson im Jahr 2003 eine Entdeckung. Auf einer Weltkarte des Islam war neben der Großen Moschee in Mekka, dem Felsendom in Jerusalem und der Blauen Moschee in Istanbul eine weitere Moschee verzeichnet. Diese „vierte Moschee“ liegt in München. Warum aber ausgerechnet dort?

Johnson begab sich auf eine Spurensuche, um das Geheimnis der „vierten Moschee“ zu lüften. Seine ersten Rechercheergebnisse zum Islam in Europa veröffentlichte er bereits am 12. Juli 2005 im „Wall Street Journal“; seine Studie „A Mosque in Munich“ erschien 2010 im US-amerikanischen Verlag Houghton Mifflin Harcourt. Sie liegt nun unter dem Titel „Die vierte Moschee“ auch in deutscher Übersetzung vor. Darin fächert Johnson das ganze Panorama der Verbindungen zwischen Nazis, Kollaborateuren des NS-Regimes, US-Geheimdiensten, deutschen Geheimdiensten und islamistischen Organisationen – insbesondere der Muslimbruderschaft – auf.

Sie haben etwa 12% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 88% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1.00€)
Digitalausgabe kaufen (9.50€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Juni 2020

In der Juni-Ausgabe analysiert die Journalistin Kate Aronoff, wie sich Corona-Pandemie, Verschuldung und Klimawandel im globalen Süden zu einer dreifachen Krise verschränken. Die Ökonomen Emmanuel Saez und Gabriel Zucman zeigen, wie die einst progressive Steuerpolitik der USA durch eine systematische Bevorzugung der Reichen abgelöst wurde. Der Agrarwissenschaftler Knut Ehlers und der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, plädieren für eine radikale Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Und »Blätter«-Redakteur Steffen Vogel ergründet den Zusammenhang zwischen Verschwörungsglaube und Popkultur.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema