Ausgabe September 2014

Öko-Apartheid, Teil III

Wasserkrieg oder Wasserfrieden

Die Erde besteht zu 70 Prozent aus Wasser, und wir könnten auf ewig mit ihm versorgt sein, denn es erneuert sich in einem ständigen Kreislauf. Speziell Indien ist ein Land, das sich durch besonders große Flüsse und in vielen Gegenden auch durch reichhaltigen Monsunregen auszeichnet. Dennoch sieht es sich mit einer ernsten Wasserkrise konfrontiert: Flüsse sterben, weil ihr Wasser eingedämmt und umgeleitet wird, Grundwasser verschwindet, weil die Vorkommen erschlossen werden. Heute herrschen in Indien extreme Wasserknappheit und -verschmutzung: Sie sind das Ergebnis der übermäßigen Wasserentnahme aus Grundwasserbeständen und Flüssen sowie der Verklappung von Abfall und Schadstoffen in unseren Flüssen und Gewässern.

Indien ist auch und vor allem das Land, durch das der Ganges fließt – Garhwal, wo sich die Quellflüsse Bhagirathi, Bhilangana, Mandakini und Alakananda zu dem Fluss vereinigen, auf den sich seit Menschengedenken unsere Kultur und Zivilisation, unsere Landwirtschaft und Wirtschaft stützen.

Diese Gegend im Himalaja wurde früher Dev Bhoomi genannt, heiliges Land Gottes; heute wird es als „Urja Pradesh“ beschrieben, das Land der Wasserkraft. Der Ganges wird jedoch auch an seiner eigenen Quelle bedroht, dem Gangotri-Gletscher, und zwar durch den Klimawandel, der zu einer Abnahme des Schneefalls führt und die Schneeschmelze beschleunigt.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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