Ausgabe Mai 2020

Für eine nachhaltige Risikokultur: Corona als Chance

Ein Seiltänzer über einem Abgrund

Bild: Loic Leray / Unsplash

Epidemien und Pandemien begleiten die Menschen schon seit Jahrtausenden. Doch zu Beginn des 21. Jahrhunderts führen die extreme Beschleunigung des Lebens, die Intensivierung des internationalen Geschäftsverkehrs sowie der Massentourismus zu einer rasenden Ausbreitung der Epidemien zwischen Ländern und Kontinenten, wobei Kriege und Bürgerkriege unverändert als Brandbeschleuniger fungieren.[1] Aus diesem Grund sind solche Ereignisse stets auch in einem internationalen Kontext zu betrachten.

SARS-CoV-2 und Covid-19 haben die Politik weltweit dazu bewogen, einen erheblichen Teil der planetaren Gesellschaften nahezu stillzulegen. Betroffen sind diesmal auch besonders wirtschaftsstarke Staaten, die arbeitsteilig eng miteinander verflochten sind, was die Krise erheblich verschärft. Selbst die „Spanische Grippe“ mit vermutlich über 50 Millionen Toten zwischen 1918 bis 1920 hatte keine so drastischen, durch staatliche Dekrete verfügte, das gesamte gesellschaftliche Leben einschränkende Auswirkungen.

Eskalierende Infektionsgeschehen sind der in Friedenszeiten „größtmögliche Stresstest“ für Staat und Gesellschaft.[2] Insbesondere geraten dabei auch die Sektoren kritischer Infrastrukturen in den Fokus.

Mai 2020

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Aktuelle Ausgabe Juni 2020

In der Juni-Ausgabe analysiert die Journalistin Kate Aronoff, wie sich Corona-Pandemie, Verschuldung und Klimawandel im globalen Süden zu einer dreifachen Krise verschränken. Die Ökonomen Emmanuel Saez und Gabriel Zucman zeigen, wie die einst progressive Steuerpolitik der USA durch eine systematische Bevorzugung der Reichen abgelöst wurde. Der Agrarwissenschaftler Knut Ehlers und der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, plädieren für eine radikale Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Und »Blätter«-Redakteur Steffen Vogel ergründet den Zusammenhang zwischen Verschwörungsglaube und Popkultur.

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