Biographie von Uli Gellermann

Uli Gellermann, geb. 1945 in Düsseldorf, Journalist und Filmemacher.

Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Uli Gellermann.

Uli Gellermann in den »Blättern«

Wie das Ende der DDR geplant wurde

„Was wäre wenn?“, ruft das Feuilleton den Gipfeln der Geschichte zu, und das Echo ist ein sachdienlicher Hinweis: „Renn!“ Denn wer die Gipfel anschreit, dem werfen sie die Brocken um die Ohren. Das aber focht unsere tapferen Feuilletonisten bisher nicht an: Kurras, der Mörder des Benno Ohnesorg, war Stasi-Agent?

Vorwärts mit der FDP

Enteignung ist ein Instrument der sozialistischen Planwirtschaft, nicht aber der sozialen Marktwirtschaft“, sagte der Finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hermann-Otto Solms, in der alles entscheidenden Bundestagsdebatte um das Rettungsübernahmegesetz, jenes Monster, mit dem Banken enteignet werden können. Und Solms ist ein ehrenwerter Mann.

Autodämmerung

Der beste Freund des deutschen Mannes war sein Auto. Im Lack seines Daimlers spiegelte sich sein Selbstbewusstsein, sein BMW war ihm Ausweis schneller Erfolge, selbst ein Opel konnte ihm noch jene scheibengebremste Sicherheit bieten, die ihm sonst die NATO versprach, doch in Biberach an der Riss oder in Kyritz an der Knatter nie unter Beweis stellen musste.

Die Bambi-Republik

„Christian Wulf wickelt gern“. Das meint die Illustrierte „Bunte“ aus dem Burda-Medien-Stall natürlich nicht politisch. Es ist das Private, dass den niedersächsischen Ministerpräsidenten so wählbar macht: Der Landeslenker steht nachts auf und wickelt seine Tochter.

Die Mär vom Bär

„Sieht so der neue Kalte Krieg aus?“ Mit dieser Frage begann der Aufmacher der Zeitung „US-Today“ am ersten Tag des Georgienkrieges, die FAZ folgte folgsam, und der Rest der deutschen Medien machte mit: „Das Imperium schlägt zurück“, glaubte die „Süddeutsche Zeitung“, und die „Bild“Zeitung wusste von einem Krieg Russland

Der unterdrückte Mann

Rechtzeitig zur Fußball-Europameisterschaft gab es ein Girlie-T-Shirt mit dem Aufdruck „Tittenbälle“ – und so sah es auch aus. Es könnte eine neue Waffe der Girlie-Guerilla gewesen sein, jener Trend-Kampfgruppe, von Madonna angeführt und von Heike Makatsch ins brave Deutschland importiert.