Ausgabe April 1996

Rationale Zuwanderungssteuerung: In Deutschland tabu?

Streitgespräch

Im Vorfeld der Märzwahlen hat Oskar Lafontaine einen Vorstoß zur Begrenzung des "Spätaussiedler"-Zuzugs in die Bundesrepublik unternommen. (Vgl. auch den Kommentar von Arthur Heinrich.) Aus diesem Anlaß haben wir die Bundestagsabgeordneten Kerstin Müller und Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast zu einem rot-grünen Streitgespräch eingeladen. Kerstin Müller ist Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Cornelie Sonntag-Wolgast stellvertretende innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag. Der Westdeutsche Rundfunk zeichnete das von Karl D. Bredthauer moderierte Gespräch auf und brachte am 10. März in der Sendung "Zeitfragen - Streitfragen" eine Funkversion. D. Red.

"Blätter": Die Vereinigten Staaten, das klassische Einwanderungsland, lassen pro Jahr insgesamt 740 000 Zuwanderer aller Kategorien legal ins Land. Die Bundesrepublik Deutschland, in der es bisher nicht einmal ein Einwanderungsgesetz gibt, nimmt seit 1988 Jahr für Jahr über 200 000 Zuwanderer der Kategorie "deutschstämmig" auf.

April 1996

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