Ausgabe April 2000

Primaries: Im Westen nichts Neues

Am Super Tuesday, dem 7. März 2000, sind die Würfel für den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf gefallen: Nach einem Jahr turbulenter politischer und personeller Auseinandersetzungen innerhalb der Demokraten und Republikaner finden sich beide Parteien wieder am Ausgangspunkt ihrer strategischen Überlegungen bei jenen beiden Kandidaten Al Gore und George Walker Bush, die die größten Chancen haben, für ihre jeweilige Partei am 7. November um das höchste Amt der Vereinigten Staaten zu konkurrieren. Doch seit Beginn des Vorwahlkampfes, den sogenannten primaries, Ende Januar, seitdem also die Wähler in den wichtigsten und bevölkerungsreichsten Staaten der USA schon einmal ein erstes Stimmungsbild abgeben konnten, sieht für beide Präsidentschafts-Kandidaten die Welt anders aus.

Der seit acht Jahren amtierende Vize-Präsident Al Gore, der lange in der Wählergunst weit hinter seinem republikanischen Herausforderer Bush zurücklag, hat beträchtlich aufgeholt. Er schlug seinen schärfsten innerparteilichen Konkurrenten, den einstigen Basketball-Spieler und ehemaligen Senator von New Jersey, Bill Bradley, in jedem Bundesstaat, der zur Abstimmung stand, so klar aus dem Rennen, daß dieser noch in der Wahlnacht des "Superdienstags" - so genannt, weil in 16 Bundesstaaten gleichzeitig abgestimmt wurde - prompt aufgab.

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