Bild: Bild: Gerd Hankel: Völkermord. Übrlegungen zu einem umlämpften Begriff, Cover: Hamburger Edition HIS Verlagsges. mbH
Ärzt:innen können einen Genozid nicht stoppen, Regierungen schon«: Mit einer Plakatkampagne und einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz protestiert »Ärzte ohne Grenzen« gegen die israelische Kriegsführung im Gazastreifen. Die Hilfsorganisation ist dabei keineswegs allein, auch »Amnesty International« spricht davon, dass Israel in Gaza einen Genozid begehe, ebenso wie die Internationale Vereinigung der Völkermordforscher (IAGS). Das sei eine infame Lüge, schreiben dagegen die gut 6000 Unterzeichner eines offenen Briefes, zu denen der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson und der US-Psychologe Steven Pinker gehören: »Wir weisen diese Anschuldigung mit Verachtung zurück. In diesem Krieg hatte nur eine Seite die Absicht, Völkermord zu begehen, und das ist die Hamas.«
In diese aufgeladene und unversöhnliche Debatte interveniert Gerd Hankel mit seinem neuen Buch »Völkermord. Überlegungen zu einem umkämpften Begriff«. Dabei will der Völkerrechtler vor allem eines: die verrutschten Maßstäbe wieder zurechtrücken.