Ausgabe März 2002

Achse des Bösen

Rede des US-Präsidenten George W. Bush zur Lage der Nation vom 29. Januar 2002 (Auszüge)

Mit seinen Aussagen zur "Achse des Bösen", die George W. Bush zwischen dem Irak, dem Iran und Nordkorea vermutet, schreckte er die Partner der USA auf. In der Rede zur Lage der Nation skizzierte Bush die innen- und außenpolitischen Zielsetzungen seiner weiteren Amtszeit. Wir dokumentieren die Ansprache in Auszügen. D. Red.

Vielen Dank, Mr. Speaker, Vizepräsident Cheney, Mitglieder des Kongresses, sehr geehrte Gäste, liebe Mitbürger: Während wir uns heute Abend hier versammeln, befindet sich unser Land im Krieg, unsere Wirtschaft ist in der Rezession und die zivilisierte Welt steht vor nie da gewesenen Gefahren. Dennoch war die Lage der Nation nie stabiler.

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Unsere Fortschritte sind eine Würdigung des Kampfgeistes des afghanischen Volks, der Entschlossenheit unserer Koalition sowie der Macht des amerikanischen Militärs. Als ich unsere Truppen zum Einsatz rief, tat ich dies mit vollem Vertrauen in ihren Mut und ihre Fähigkeiten. Und heute Abend gewinnen wir dank ihnen den Krieg gegen den Terror. Die Männer und Frauen unserer Streitkräfte haben eine Botschaft überbracht, die jetzt jedem Feind der Vereinigten Staaten deutlich ist: Auch 7 000 Meilen entfernt, über Meere und Kontinente, auf Berggipfeln und in Höhlen - sie werden der Gerechtigkeit dieser Nation nicht entfliehen.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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