Der folgende Beitrag informiert über die Strukturen der Nutzung von Braunkohle und die in der Regel erheblichen und sehr langfristigen Probleme für Natur und Landschaft, die mit dieser Nutzung grundsätzlich und unabhängig von der Wirtschaftsform verbunden sind. Es kommt zu Landschaftseingriffen und -veränderungen in größtem Ausmaß. Selbst die ältesten rekultivierten Flächen im rheinischen Tagebaugebiet konnten sich bis heute in wesentlichen Teilbereichen nicht wieder zu den komplexen Ökosystemen entwickeln, die sie vor dem Eingriff darstellten, Unter anderem werden die Wasserregime der Regionen großflächig erheblich beeinträchtigt, die Grundwasserleiterin den direkten Bergbaugebieten endgültig zerstört, was aufgrund chemischer Reaktionen zu gravierenden Qualitätseinbußen des Grundwassers führt. Die Umweltprobleme der ehemaligen DDR standen zu einem großen Teil in direktem Zusammenhang mit der umfassenden Nutzung der Braunkohle. Die Nutzung der Braunkohle führte zu extremen SO2und Staubfreisetzungen, die sich sowohl in der großräumigen Belastung durch die Kraftwerke als auch in der kleinräumigen Belastung durch die Nutzung im Hausbrand ergaben. Zudem wurde die Braunkohle als Ausgangsstoff für die chemische Industrie genutzt, wobei erhebliche Probleme durch die hochgradig verschlissenen Anlagen der Kohlechemie auftraten.
In der Mai-Ausgabe zeigen Alexander Cooley und Daniel Nexon, wie die Trump-Regierung ihre geopolitische Macht systematisch in privaten Gewinn ummünzt – zum Schaden für Rechtsstaat und Demokratie. August Pradetto plädiert für eine entschiedene – auch rhetorische – Verteidigung des Völkerrechts gegenüber der wachsenden Gruppe jener Staaten, die auf die Macht des Stärkeren setzen. Klaus Naumann beleuchtet die Debatte um die Wehrpflicht und fragt, wie sich der Frieden in Europa künftig verteidigen lässt. In einer Welt, in der Heimatverlust zu einer universellen Erfahrung geworden ist, sucht Ece Temelkuran nach neuen Formen von Gemeinsamkeit und Handlungsmacht. Antje Schrupp zeigt, wie rechte Frauen mit traditionalistischen Frauenbildern den autoritären Aufstieg befördern. Sonja Peteranderl warnt vor den Risiken von Zyklus-Apps in Zeiten des Rechtsrucks. Inken Behrmann beleuchtet den auch hierzulande längst entbrannten Kampf um die immer knapper werdende Ressource Wasser. Markus Wissen sieht im radikalen Reformismus eine Strategie gegen den Krisenkapitalismus. Und Karin König erinnert an den Film »Die Mörder sind unter uns« als Schlüsselwerk der deutschen Nachkriegsgeschichte und die Biografie seines Hauptdarstellers Ernst Wilhelm Borchert.