Ausgabe Januar 2002

Gütesiegel für Wälder

Im Juli 2001 hat die Bundesregierung ihren neuesten "Gesamtwaldbericht" vorgelegt. Er verdeutlicht die jüngsten Statistiken der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO): Nach wie vor werden jährlich etwa 15 Mio. Hektar Wald zerstört. Dieser Befund ist mehr als besorgniserregend - die zentrale Rolle des Waldes für den Klimaschutz, die Erhaltung der Artenvielfalt und viele andere ökologische und soziale Funktionen sind vielfach beschrieben worden. Auch die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes steht außer Zweifel: 1998 wurden weltweit etwa 3 Mrd. Kubikmeter Rohholz geschlagen, und als natürliche Ressource ist Holz für die nachhaltige Entwicklung global unverzichtbar. Wie kann aber angesichts der fortschreitenden Zerstörung eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Nutzung der Wälder überhaupt erreicht werden? Ein Ansatz besteht darin, die verschiedenen Formen der Waldbewirtschaftung zu "zertifizieren".

Problematisch ist die Vielzahl an Gütesiegeln dieser Art: Weltweit gibt es derzeit etwa 50 verschiedene Umweltstandards und Zertifizierungssysteme mit meist regional bedingten Richtlinien.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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