Ausgabe März 2017

Lateinamerika: Chinas neuer Hinterhof

Der neue US-Präsident Donald Trump setzt derzeit alles daran, das von seinem Amtsvorgänger Barack Obama mühsam erneuerte Verhältnis zu den lateinamerikanischen Ländern mit dem Holzhammer zu zertrümmern. Das zeigt sich nicht nur am geplanten Bau einer Grenzmauer zum südlichen Nachbarn Mexiko, sondern auch an der Aufkündigung des kurz vor dem Abschluss stehenden Transpazifischen Freihandelsabkommens (TPP). Obama hatte den Freihandelspakt entworfen, um die Macht der USA in der Pazifikregion zu stärken und Chinas Einfluss einzudämmen. Neben Japan, Australien und Vietnam sollten diesem auch die lateinamerikanischen Staaten Chile, Mexiko und Peru angehören – China hingegen wurde explizit ausgeschlossen.[1] Mit dessen Scheitern könnte Chinas Einfluss nun wieder steigen – nicht nur in der Pazifikregion, sondern auch in Lateinamerika. Damit aber würden die Vereinigten Staaten ausgerechnet in einer Region an Macht verlieren, die der damalige US-Präsident James Monroe vor knapp einhundert Jahren noch unmissverständlich als genuin US-amerikanischen Einflussbereich und Hinterhof deklarierte, aus dem sich fremde Mächte herauszuhalten hätten (Monroe-Doktrin).

Mexiko soll zahlen

Exemplarisch für Trumps rabiates Vorgehen sind seine Drohungen gegenüber Mexiko – dem direkten Nachbarn und einem der wichtigsten Handelspartner der USA.

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In der Dezember-Ausgabe ergründet Thomas Assheuer, was die völkische Rechte mit der Silicon-Valley-Elite verbindet, und erkennt in Ernst Jünger, einem Vordenker des historischen Faschismus, auch einen Stichwortgeber der Cyberlibertären. Ob in den USA, Russland, China oder Europa: Überall bilden Antifeminismus, Queerphobie und die selektive Geburtenförderung wichtige Bausteine faschistischer Biopolitik, argumentiert Christa Wichterich. Friederike Otto wiederum erläutert, warum wir trotz der schwachen Ergebnisse der UN-Klimakonferenz nicht in Ohnmacht verfallen dürfen und die Narrative des fossilistischen Kolonialismus herausfordern müssen. Hannes Einsporn warnt angesichts weltweit hoher Flüchtlingszahlen und immer restriktiverer Migrationspolitiken vor einem Kollaps des globalen Flüchtlingsschutzes. Und die Sozialwissenschaftler Tim Engartner und Daniel von Orloff zeigen mit Blick auf Großbritannien und die Schweiz, wie wir dem Bahndesaster entkommen könnten – nämlich mit einer gemeinwohlorientierten Bürgerbahn. 

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