Ausgabe März 2026

Gaza: Trotz »Friedensrat« kein Frieden

US-Präsident Donald Trump bei der Gründung des »Friedensrates« in Davos, 22.1.2026 (Daniel Torok / White House / IMAGO / ZUMA Press Wire)

Bild: US-Präsident Donald Trump bei der Gründung des »Friedensrates« in Davos, 22.1.2026 (Daniel Torok / White House / IMAGO / ZUMA Press Wire)

Noch vor Inkrafttreten von Trumps Gaza-Deal vom Oktober 2025 hatten regierungsnahe israelische Journalisten bereits behauptet, dass die zweite Phase des 20-Punkte-Plans nie erreicht werden würde. Doch am 14. Januar verkündete der US-Sondergesandte Steve Witkoff den Start von Phase II und damit den Beginn von »Demilitarisierung, technokratischer Regierungsführung und Wiederaufbau« in Gaza. Nun, da die letzte getötete israelische Geisel geborgen wurde und Israel im Austausch die Leichname von 15 Palästinensern an die Behörden in Gaza übergeben hat, könnte diese zweite Phase beginnen. Wie genau sie aussehen soll, ist jedoch an vielen Stellen immer noch unklar.

So soll etwa ein international finanziertes Programm zum Rückkauf von Waffen die Entwaffnung der Hamas und anderer Gruppen vorantreiben. Aber potenzielle Käufer sind bisher nicht bekannt. Vorgesehen ist ebenfalls die Schaffung einer internationalen Stabilisierungstruppe (ISF). Doch wegen des unklaren Mandats sind bisher kaum Staaten bereit, sich an ihr zu beteiligen. Nur Indonesien hat mit dem Training von bis zu 8000 Soldaten begonnen, die laut Generalstabschef Maruli Simanjuntak vor allem im Gesundheitswesen und beim Wiederaufbau in Gaza unterstützen sollen. Punkt 15 des 20-Punkte-Plans sieht allerdings ausdrücklich vor, dass die ISF gemeinsam mit Israel, Ägypten und noch zu schaffenden palästinensischen Polizeikräften die Grenzregionen sichern soll.

»Blätter«-Ausgabe 3/2026

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