Ausgabe September 2026

Katastrophe ohne Ausweg?

Der Klimawandel als System- und Gesellschaftskrise – und wie wir ihn bekämpfen

Die Waldbrände im Département Var haben sich im Sommer 2026 auf rund 6300 Hektar ausgebreitet und Dutzende Häuser zerstört, 31.7.2026 (IMAGO / ABACAPRESS)

Bild: Die Waldbrände im Département Var haben sich im Sommer 2026 auf rund 6300 Hektar ausgebreitet und Dutzende Häuser zerstört, 31.7.2026 (IMAGO / ABACAPRESS)

Wie selten zuvor haben die vergangenen Monate die dramatischen Auswirkungen dessen unter Beweis gestellt, was landläufig als Klimakrise bezeichnet wird. Allerdings handelt es sich dabei um etwas völlig anderes, nämlich um eine systemische, aber auch gesellschaftliche Krise des naturzerstörenden Kapitalismus, die nur durch eine fundamentale politische und ökonomische Transformation bekämpft werden kann.

Hitzerekorde bereits im Juni, brennende Wälder von Griechenland über Südfrankreich bis zum Eifeler Hürtgenwald und der Rhein ohne Wasser, obwohl zur gleichen Zeit die Gletscher in den Alpen so schnell schmelzen wie nie zuvor: Ja, dieser Sommer bescherte uns eine besondere Akkumulation ökologischer Krisenereignisse. Doch wer sich davon einmal mehr überrascht zeigte, wie offenbar weite Teile der deutschen Politik, muss die letzten Sommer entweder verpasst oder verdrängt haben – und auch und vor allem die Erkenntnisse der Wissenschaft, die noch weit dramatischere Klimafolgen in Aussicht stellen, die die gegenwärtige Krise nur als den Vorschein noch erheblich größerer Katastrophen erscheinen lassen.

Bereits Anfang des Jahres publizierte das deutsche Max-Planck-Institut für Geoanthropologie beunruhigende Aussichten.

»Blätter«-Ausgabe 9/2026

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