Die zementierte Teilung | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Die zementierte Teilung

Literatur und Kritik 25 Jahre nach dem Mauerfall

von Hans-Dieter Schütt

Zu Lebzeiten von Goethe und Schiller stritt man in deutschen Landen ein wenig darüber, wer von beiden denn der größere Geist sei. Es gab geteilte Meinungen zwischen Nord und Süd, Ost und West. Als Goethe von dieser „Umfrage“ (oder gar einem Diskurs?) hörte, lächelte er weise: Deutschland möge doch froh sein, zwei solche Kerle zu haben. Sehr beziehungs- und lehrreich: Deutschland könnte zu jeder Zeit weit mehr machen aus den Erfahrungen seiner Teilung. Auch heute. Denn die Götter haben doch bei weitem nicht so profan und motorisch gewirtschaftet, dass sie etwa im Westen alle Heiligen, im Osten nur alle Einfalt ansiedelten.

(aus: »Blätter« 11/2014, Seite 110-120)
Themen: Ostdeutschland, Geschichte und Kultur

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