Der Tod von Venedig: Tourismus bis zum Kollaps | Blätter für deutsche und internationale Politik

LoginWarenkorb

Der Tod von Venedig: Tourismus bis zum Kollaps

von Susanna Böhme-Kuby

"Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, der sollte auch vom Tourismus schweigen”, so könnte man den bekannten Ausspruch Max Horkheimers abwandeln. Denn seit seinem Beginn vor etwa 150 Jahren hat sich der moderne Tourismus weltweit zu einer hochprofitablen Industrie entwickelt, die große Mengen von Menschen und Kapital bewegt. Reisten 1959 noch 25 Millionen Menschen durch die Welt, so ist ihre Zahl inzwischen auf jährlich 1,4 Milliarden angeschwollen, und für das Jahr 2030 werden sogar ganze 2 Milliarden prognostiziert. Die Tourismusindustrie boomt also – doch mit ihrem Wachstum steigen zugleich auch ihre desaströsen ökologischen und sozialen Folgen.

(aus: »Blätter« 9/2019, Seite 113-118)
Themen: Kapitalismus, Neoliberalismus und Ökologie

Artikel kaufen (PDF, 2,00 €)

Digitalausgabe kaufen (10,00 €)

Login

top