Thema Ökologie

Die Verteidigung der Wildnis – mit ökonomischem Profit

Als der Zyklon Amphan im vergangenen Mai den Golf von Bengalen heimsuchte, schien dieser erste große Sturm des Jahres in Südasien eine massive Bedrohung nicht nur für die Menschen zu sein, die in den Überschwemmungsgebieten an der Küste leben, sondern auch für die Tiere und Pflanzen – darunter viele gefährdete Arten –, die auf diese empfindlichen Ökosysteme angewiesen sind. Doch die Natur kam der Region zu Hilfe.

Corona oder: Die Krise als Chance für eine sozial-ökologische Transformation

Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie und ihre globalen Auswirkungen sind Milliarden von Menschen in ihrer Existenz betroffen. Kaum ein Lebens- und Arbeitsbereich blieb davon verschont. Und zu viele – vermeintliche – Gewissheiten wurden über Nacht auf den Kopf gestellt. Das gilt auch und gerade für die über 75 Jahre weitgehend von Kontinuität geprägte Bundesrepublik. Der durch die Pandemie ausgelöste Lockdown gesamter Sektoren führte das Land in die tiefste Rezession der Nachkriegsgeschichte.

Die Ära der Entwicklung: Das Ende eines Mythos

Mit der Coronakrise und ihren heute bereits absehbaren verheerenden Auswirkungen auf den globalen Süden taucht plötzlich ein Wort wieder auf, das fast in der Versenkung verschwunden zu sein schien: Entwicklung. Denn genau das ist die Frage – ob es dergleichen, und zwar inzwischen nicht mehr nur für den Süden, sondern auch für den gesamten Globus, noch einmal geben kann, oder ob wir eine weiter zunehmende, fundamentale Disruption der Welt erleben.

Die große Verwüstung: Heuschrecken über Ostafrika

Als erstes erscheinen am Himmel riesige, dunkle Wolken. „Kurz danach bemerkt man, dass sich diese Wolken schnell bewegen“, erzählt Cyril Ferrand von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). „Dann erkennt man, dass diese Wolken aus Millionen von Insekten bestehen.“ Ferrand leitet den Einsatz der FAO gegen die Wüstenheuschrecken in Ostafrika. Seit Monaten fallen hier und im Jemen gigantische Heuschreckenschwärme über Felder und Weideflächen her und verwüsten dabei ganze Landstriche.

Corona: Feuerprobe für den Klimaschutz

Trotz Pandemie streikt Fridays for Future weiterhin, wenn auch nur digital. Schon in der Schockstarre des Lockdowns im März und April mehrten sich in der Bewegung die Stimmen, die von Corona als einer „Krise in der Krise“ sprachen. Tatsächlich haben Corona- und Klimakrise vieles gemeinsam: Je besser die Vorsorge und Resilienz einer Gesellschaft, umso wirksamer können negative Folgen eingedämmt werden. Bei Corona heißt das: Je weniger Menschen sich anstecken und je besser das Gesundheitssystem ausgestattet ist, desto milder verläuft die Pandemie.

Die Schweiz als Exempel: Das CO2 und sein Preis

In Deutschland wurde vor der Coronakrise heftig über Sinn und Unsinn eines CO2-Preises debattiert. Strittig war dabei vor allem das Klimapaket der Bundesregierung. Es sieht für 2021 einen Einstiegspreis von 25 Euro pro Tonne CO2 vor, der bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne steigen soll. Die Schweiz ist da schon weiter. Dort wurde bereits 2008 eine Abgabe auf Kohlendioxid eingeführt. Inzwischen liegt der Preis für eine Tonne Kohlendioxid bei umgerechnet knapp 89 Euro.

Normale Anomalie

Die Coronakrise hält die Welt in Atem und verändert das Leben in rasendem Tempo. Vermeintlich fest verankerte Gewiss- und Gewohnheiten werden über Bord geworfen, Grundrechte und -regeln außer Kraft gesetzt, in Friedenszeiten historisch beispiellose und für Nachkriegsgenerationen eigentlich undenkbare Restriktionen individueller Freiheiten von den staatlichen Exekutiven beschlossen. Fest steht: Die Coronakrise ist eine neu- und einzigartige Krise.

Flatten the Curves: Corona und die Klimakrise

Noch vor wenigen Wochen stand die Forderung nach wirksamem Klimaschutz im Zentrum der politischen Debatte. Fridays for Future brachte massenhaft Jugendliche zu Großdemonstrationen gegen die Klimakatastrophe und für einen radikalen ökologischen Umbau auf die Straße. Doch nun hat sich die Lage in Windeseile komplett verändert. Der unsichtbare Covid-19-Erreger hat die Straßen und öffentlichen Plätze leergefegt.

Exit ist nicht genug: Warum Nach-Corona nicht Vor-Corona sein darf

Inzwischen grassiert das Coronavirus seit einigen Monaten, die harten Reaktionen aber begannen erst vor wenigen Wochen. Der richtige Zeitpunkt für langfristige Änderungen wie für die Bestätigung von Bewährtem steht noch bevor. Vieles lässt sich noch nicht übersehen, noch herrscht die Gegenwart, die uns mit täglich Neuem in Atem hält. Der Modus der Gegenwart ist die Gefahrenabwehr. Das politische „Entscheiden auf Sicht“ ist dafür die richtige Strategie. In Krisen muss man vom Schlimmsten sprechen, weil man damit rechnen muss.

European Green Deal: Brüssel lenkt, Berlin bremst

Beim EU-Gipfel im vergangenen Dezember bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel den Beschluss der europäischen Gemeinschaft zur Klimaneutralität bis 2050 als „Meilenstein in der Frage des Klimaschutzes der Europäischen Union“. Um das Ziel der Klimaneutralität, das wiederum zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens notwendig ist, mit konkreten Maßnahmen zu operationalisieren, hat die EU-Kommission das Klimaprogramm „European Green Deal“ aufgesetzt.

Die Kraft der Sonne und das Gewicht der Stimme

Mit jedem Tag wird eines immer deutlicher: Der Klimawandel, den wir derzeit forcieren, wird alles übertreffen, was unsere Zivilisation je erlebt hat, und die Biologie der Erde grundlegend schwächen. Denn darin besteht das Neue der Lage: Der Mensch ist heute selbst eine geologische Kraft. Was ein großes Wissenschaftlerteam im Jahr 2017 als „biologische Vernichtung“ bezeichnete, ist bereits in vollem Gang: In den letzten Jahrzehnten verschwanden bereits die Hälfte der Tiere des Planeten und Milliarden von lokalen Tierpopulationen.

Globuli oder: Haste mal ‘nen Euro?

Der Schlichtungsversuch ist erst einmal gescheitert – und zwar bevor er richtig starten konnte: Auf dem Grünen-Bundesparteitag im November vergangenen Jahres hatte die Parteiführung einen handfesten Streit um das heikle Thema Homöopathie gerade noch verhindert. Unter anderem die Grüne Jugend hatte den Antrag eingebracht, wonach die gesetzlichen Krankenkassen nicht länger homöopathische Mittel finanzieren sollen.

Fridays for konstruktive Nazis

Keine Frage, Fridays for Future, hat im vergangenen Jahr eine Menge erreicht, nicht zuletzt den Aufbau einer globalen Marke. Umso mehr sollte man jetzt, wie einem jeder Marketingexperte raten würde, in die Markenpflege investieren. Wie dies gerade nicht geht, lehrt einen zur Zeit der Berliner FfF-Ableger.