Ausgabe April 2003

Ablehnung neuer Angriffskriege

Erklärung italienischer Germanisten gegen den Krieg (Wortlaut)

In Italien steht die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Bereitschaft der Regierung Berlusconi, sich dem amerikanischen Waffengang gegen den Irak anzuschließen. Die Positionen variieren zwischen einem eventuellen Anschluss an ein UN-Mandat und einem unbedingten Nein, auch Forderungen nach einem von den Gewerkschaften auszurufenden europäischen Generalstreik werden laut. Die Hafenarbeiter Livornos blockierten am 11. März 24 Stunden lang die Abfertigung der bereits laufenden US-Militärtransporte aus der größten US-Basis Camp Darby unweit von Pisa, die zudem von den Bürgerbewegungen der „disobbedienti“ (= die Ungehorsamen) belagert wird. Ein großer Teil der Mitglieder des Verbandes der Hochschul-Germanisten Italiens schloss sich Anfang März der nachstehend im Wortlaut dokumentierten Erklärung an, die sich hinter das Nein der Regierung Schröder zu diesem Krieg stellt. – D. Red.

Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Ende des sowjetischen Feindes ist die Allianz zwischen den USA und den europäischen Demokratien, die während des 20. Jahrhundert im Kampf gegen Nationalsozialismus und Kommunismus entstanden war, brüchig geworden.

Sie haben etwa 28% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 72% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe April 2020

In der April-Ausgabe analysiert der Politikwissenschaftler Ulrich Menzel, wie die Corona-Krise die große Erzählung vom Segen der Globalisierung endgültig entzaubert. Der Ökonom Thomas Piketty widmet sich der Ideologie der Ungleichheit und zeigt: Das Aufstiegsversprechen westlicher Gesellschaften ist nicht länger tragfähig. Der Historiker Yoni Appelbaum erkennt im demographischen Wandel in den USA einen zentralen Treiber für den wachsenden Hass in der amerikanischen Gesellschaft. Der Migrationsforscher Mark Terkessidis geht den kolonialen Wurzeln des Rassismus auf den Grund. Und die Juristin und »Blätter«-Mitherausgeberin Rosemarie Will würdigt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidassistenz.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema