Ausgabe Juni 2003

Die USA brauchen Europa

Konturen einer künftigen Partnerschaft (Blätter-Gespräch)

Der militärische Sieg im Irakkrieg scheint die Rolle der Vereinigten Staaten als "einzig verbliebene Supermacht" befestigt zu haben. Charles A. Kupchan, Professor für Internationale Beziehungen an der Georgetown Universität in Washington, D.C., nimmt hingegen die Gefahr einer Überdehnung imperialer Macht in den Blick. In seinem jüngsten Buch (The End of the American Era. U.S. Foreign Policy and the Geopolitics of The Twenty-First Century, New York 2002; die deutsche Ausgabe ist für September geplant) prognistiziert er, dass der amerikanischen Vorherrschaft mittelfristig eine Gegenmacht gegenüberstehen wird: Europa – ungeachtet der momentanen Uneinigkeit. (Vgl. auch den Beitrag von Emmanuel Todd in der März-Ausgabe der "Blätter").

Charles Kupchan war während der ersten Legislaturperiode Bill Clintons Direktor der Europaabteilung des Nationalen Sicherheitsrats. Derzeit ist er, neben seiner universitären Tätigkeit, Senior Fellow des Council on Foreign Relations, eines bedeutenden, internationalistisch ausgerichteten Beratungsgremiums der Regierung.

Das Gespräch führte Konrad Ege, der als freier Journalist in Washington, D.C. arbeitet, am 6. Mai; die Übersetzung und Bearbeitung besorgte Arthur Heinrich. – D. Red.

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