Ausgabe März 2003

Erklärung der zehn Länder der Vilnius-Gruppe

vom 5. Februar 2003 (Wortlaut)

Die Außenminister der NATO-Kandidatenländer Albanien, Bulgarien, Kroatien, Estland, Litauen, Lettland, Mazedonien, Rumänien, Slowakei und Slowenien (Vilnius-Gruppe) reagierten auf die „Präsentation des US-Außenministers vor dem UN-Sicherheitsrat bezüglich des Iraks“ am 5. Februar 2003 mit einer Unterstützungserklärung an die Adresse der USA, die wir im Wortlaut dokumentieren. – D. Red.

Heute haben die USA dem UN-Sicherheitsrat überzeugende Beweise über die Massenvernichtungswaffen- Programme des Irak, seine aktiven Bemühungen um Täuschung der UNInspekteure und seine Verbindungen zum internationalen Terrorismus vorgelegt.

Unsere Länder erkennen die Gefahren durch Tyrannei und die besondere Verantwortung von Demokratien, unsere gemeinsamen Werte zu verteidigen. Die transatlantische Gemeinschaft, zu der wir gehören, muss zusammenstehen, um der Bedrohung durch die Verbindung von Terrorismus und Diktatoren mit Massenvernichtungswaffen zu begegnen.

Wir haben die internationalen Bemühungen um eine friedliche Entwaffnung des Irak aktiv unterstützt. Es ist jedoch jetzt klar geworden, dass der Irak die UN-Resolutionen, darunter die am 8. November 2002 einstimmig verabschiedete UN-Resolution 1441, erheblich verletzt hat.

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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