Ausgabe Juni 2006

„Wir sind alle aufgerufen, Gott zu dienen“

Brief des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad an US-Präsident Gerge W. Bush vom 8. Mai 2006 (Auszüge)

Seit der islamischen Revolution im Jahre 1979 hat es keinen direkten Kontakt zwischen einem iranischen und einem US-Präsidenten gegeben. In der aufgrund der Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat über die iranische Atomforschung höchst angespannten Lage wandte sich Anfang Mai überraschend Mahmud Ahmadined-schad mit einem Brief an George W.

Seit der islamischen Revolution im Jahre 1979 hat es keinen direkten Kontakt zwischen einem iranischen und einem US-Präsidenten gegeben. In der aufgrund der Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat über die iranische Atomforschung höchst angespannten Lage wandte sich Anfang Mai überraschend Mahmud Ahmadined-schad mit einem Brief an George W. Bush, in dem er das Scheitern des Liberalismus und der westlichen Demokratie postuliert. Während die Presseverlautbarung aus Teheran verspricht, das Schreiben verweise auf "neue Wege" zur Beendigung der Spannungen, fehlen konkrete Aussagen zum iranischen Atomprogramm gänzlich. Die US-Regierung hat bereits mitgeteilt, dass sie nicht auf den Brief zu antworten gedenkt. Wir dokumentieren wesentliche Auszüge. - D. Red.

Herr George Bush, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bereits seit einiger Zeit habe ich darüber nachgedacht, wie man die unbestreitbaren Widersprüche rechtfertigen kann, die es auf der internationalen Bühne gibt - über die immerzu debattiert wird, insbesondere in den politischen Foren und unter Universitätsstudenten. Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Das hat mich dazu bewegt, einige Widersprüche und Fragen zu diskutieren, in der Hoffnung, dass es eine Gelegenheit eröffnen könnte, Abhilfe zu finden. Kann jemand Anhänger Jesu Christi (Friede sei mit ihm), des großen Gesandten Gottes sein, sich verpflichtet fühlen, die Menschenrechte zu achten, Freiheit als ein Zivilisationsmodell vorstellen, seine Opposition zur Verbreitung von Atomwaffen und Massenvernichtungswaffen verkünden, den Krieg gegen Terror zu seiner Parole machen, und dann in Richtung der Etablierung einer einheitlichen internationalen Gemeinschaft arbeiten, einer Gemeinschaft, welche Christus und die Rechtschaffenen auf Erden eines Tages regieren werden,

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aber gleichzeitig Länder überfallen, Leben, Ansehen und Besitz der Leute zerstören, und mit der äußerst geringen Aussicht, dass sich einige wenige Kriminelle in einem Dorf, einer Stadt oder einem Konvoi befinden, das Dorf, die Stadt oder den Konvoi in Flammen setzen?

Oder kann es sein, dass nur aufgrund der Möglichkeit der Existenz von Massenvernichtungswaffen in einem Land, es jetzt besetzt ist, rund 100 000 Menschen ermordet, seine Wasserressourcen, Landwirtschaft und Industrie vernichtet, nahezu 180 000 Mann ausländischer Truppen auf ihren Boden festgesetzt, die Unverletzlichkeit der Privathäuser der Einwohner gebrochen und das Land möglicherweise 50 Jahre zurückgeworfen wurde? Zu welchem Preis? Hunderte von Milliarden US-Dollar wurden aus der Staatskasse eines Landes und zahlreicher anderer Länder ausgegeben und zehntausende junger Männer und Frauen - als Besatzungssoldaten - wurden auf einen unheilvollen Weg gebracht, entfernt von ihren Familien, ihren Lieben, ihre Hände befleckt mit dem Blut anderer, einem derart großen psychologischen Druck unterworfen, dass jeden Tag einige Selbstmord begehen und diejenigen, die zurückkehren, Depressionen leiden, erkranken und zurecht kommen müssen mit allen möglichen Gebrechen, während andere getötet werden und ihre Körper ihren Familien übergeben werden. Unter dem Vorwand der Existenz von Massenvernichtungswaffen kam diese große Tragödie, um beide zu verschlingen, die Völker des besetzten Landes und der Besatzer. Später wurde aufgedeckt, dass von Anfang an keine Massenvernichtungswaffen existiert haben. Sicher, Saddam war ein mörderischer Diktator. Aber der Krieg wurde nicht angezettelt, um ihn zu stürzen, das ausgewiesene Ziel des Krieges war, Massenvernichtungswaffen zu finden und zu vernichten. Er wurde im Rahmen eines anderen Zieles gestürzt. Nichtsdestotrotz sind die Menschen der Region glücklich darüber. Ich mache allerdings darauf aufmerksam, dass über die vielen Jahre des aufgezwungenen Krieges gegen den Iran Saddam durch den Westen unterstützt wurde. [... Junge Menschen, Universitätsstudenten und einfache Menschen, haben viele Fragen über das Phänomen Israel. [...] Im Verlauf der Geschichte sind viele Länder besetzt worden, aber ich denke, dass die Errichtung eines neues Staates mit einem neuen Volk ein neues Phänomen ist, das einzigartig ist für unsere Zeit. [... Ich empfehle Ihnen, die Geschichte des Ersten und des Zweiten Weltkrieges zu studieren. Einer meiner Studenten sagte mir, dass während des Zweiten Weltkrieges, in dem mehrere zehn Millionen Menschen umgekommen sind, die Nachrichten über den Krieg zwischen den kriegführenden Seiten schnell ausgebreitet wurden. Jede Seite brüstete sich mit den eigenen Siegen und den jüngsten Fronterfolgen über die andere Seite. Nach dem Krieg vermeldeten sie, dass sechs Millionen Juden getötet worden sind. Sechs Millionen Menschen, die wohl zumindestens zwei Millionen Familien angehört haben.

Noch einmal: Lassen Sie uns davon ausgehen, dass diese Ereignisse wahr sind. Führt das logischerweise zur Einrichtung eines Staates Israel im Nahen Osten oder der Unterstützung für einen solchen Staat? Wie kann dieses Phänomen begründet oder erklärt werden? Herr Präsident, ich bin sicher, dass Sie wissen, auf welche Kosten Israel gegründet wurde - viele Tausende wurden während des (Gründungs-)Prozesses getötet - Millionen der angestammten Bevölkerung wurden zu Flüchtlingen gemacht - hunderttausende Hektar Ackerland, Olivenhaine, Dörfer und Städte wurden zerstört.

Diese Tragödie betrifft nicht ausschließlich die Zeit der Gründung, leider dauert sie nunmehr seit 60 Jahren an. Es wurde ein Regime eingesetzt, das selbst gegenüber Kindern kein Erbarmen kennt, das Häuser zerstört, während sich die Bewohner noch in ihnen befinden, das im Voraus seine Listen und Pläne ankündigt, palästinensische Persönlichkeiten zu ermorden, und Tausende von Palästinensern gefangen hält. So ein Phänomen ist einzigartig - oder zumindest extrem selten - in jüngster Zeit. [... Die neu gewählte palästinensische Regierung übernahm kürzlich das Amt. Alle unabhängigen Beobachter haben bestätigt, dass diese Regierung die Wählerschaft repräsentiert. Es ist unglaublich, dass Sie die gewählte Regierung unter Druck gesetzt und ihr geraten haben, das israelische Regime anzuerkennen, den Kampf aufzugeben und den Programmen der vorherigen Regierung zu folgen. Wenn die gegenwärtige palästinensische Regierung das oben genannte Podium erstiegen hätte, hätte das palästinensische Volk dann für sie gestimmt? [...] Die Menschen fragen auch, warum all die UN-Sicherheitsrats-Resolutionen, die Israel verurteilen, mit einem Veto abgeschmettert werden. [...] Warum ist es so, dass jegliche technologische und wissenschaftliche Errungenschaft, die im Mittleren Osten erreicht wird, als eine Bedrohung für das zionistische Regime betrachtet und dargestellt wird? Ist denn nicht wissenschaftliche Forschung und Entwicklung eines der Grundrechte der Nationen? [... Herr Präsident, haben die Völker Lateinamerikas nicht das Recht zu fragen, warum man sich (von außen) ihren gewählten Regierungen widersetzt und Putschisten unterstützt? Oder: Warum werden sie andauernd bedroht und leben in Angst?

Die Völker Afrikas arbeiten hart, sie sind erfinderisch und begabt. Sie können eine wichtige und wertvolle Rolle spielen, Bedürfnisse der Menschheit zu decken sowie zu ihrem materiellen und geistigen Fortschritt beizutragen. Armut und Härten in großen Teilen Afrikas verhindern, dass dies geschehen kann. Haben sie nicht das Recht zu fragen, warum ihr enormer Reichtum - einschließlich der Bodenschätze - geplündert wird, ungeachtet der Tatsache, dass sie diese (Bodenschätze) nötiger haben als andere?

Noch einmal: Stimmen solche Taten mit den Lehren Christi oder den Grundsätzen der Menschenrechte überein?

Auch das mutige und gläubige Volk Irans hat viele Fragen und Beschwerden - einschließlich des Staatsstreichs von 1953 und dem nachfolgenden Sturz der rechtmäßigen Regierung seinerzeit; der Bekämpfung der islamischen Revolution; der Umwandlung einer Botschaft in ein Hauptquartier, das die Aktivitäten der Gegner der Islamischen Republik unterstützte - viele tausend Seiten von Dokumenten beweisen diese Beschuldigung; der Unterstützung Saddams in dem Krieg, den er gegen Iran geführt hat; dem Abschuss eines Passagierflugzeuges; dem Einfrieren von Guthaben des iranischen Volkes; zunehmenden Drohungen, Wut und Unzufriedenheit gegenüber dem wissenschaftlichen und nuklearen Fortschritt der iranischen Nation - gerade wo alle Iraner überglücklich mit dem Fortschritt ihres Landes sind und dies feiern; und vieler anderer Beschwerden, die ich in diesem Brief nicht weiter anführen will.

Herr Präsident, der "11. September" war ein schreckliches Ereignis. Die Ermordung von Unschuldigen ist beklagenswert und erschreckend in allen Teilen der Welt. Unsere Regierung erklärte unverzüglich ihre Empörung über die Täter und zeigte ihr Beileid für die Hinterbliebenen und drückte Sympathie aus. Alle Regierungen haben die Pflicht, die Menschenleben, das Eigentum und das gute Ansehen ihrer Bürger zu schützen. Wie berichtet wird, beschäftigt Ihre Regierung weit angelegte Sicherheits-, Schutz- und Geheimdienstsysteme - und jagt ihre Gegner sogar im Ausland.

Der "11. September" war keine simple Operation. Könnte diese geplant und ausgeführt worden sein, ohne eine Koordination mit Geheimdienst und Sicherheitsdiensten - oder deren weitläufiger Infiltrierung? [...] Warum wurden die unterschiedlichen Aspekte des Angriffs geheim gehalten? Warum wurde uns nicht mitgeteilt, wer seine Verantwortlichkeiten verletzte? Und warum sind diese Verantwortlichen und die schuldig befundenen Parteien nicht identifiziert und vor Gericht gestellt worden? [... Anstatt die emotionalen Wunden der Überlebenden und der amerikanischen Menschen zu heilen und zu versorgen - die immens traumatisiert gewesen waren -, intensivierten nach dem 11.9. einige westliche Medien ausschließlich die Stimmung von Angst und Unsicherheit - einige berichteten durchgehend über die Möglichkeit einer neuen Terrorattacke und hielten die Leute in Angst. Ist das Dienst am amerikanischen Volk? [...] Warum haben die Medien, anstatt ein Gefühl der Sicherheit und des Seelenfriedens zu fördern, das Gefühl der Unsicherheit erhöht? [... Diejenigen an der Macht haben eine bestimmte Zeit im Amt und werden nicht ewig regieren, aber ihre Namen werden von der Geschichte aufgenommen und in der nahen und fernen Zukunft beurteilt werden. Die Menschen werden unsere Präsidentschaften hinterfragen. Haben wir den Menschen Frieden, Sicherheit und Wohlstand gebracht oder Unsicherheit und Armut? [...] Und letztendlich werden sie uns danach beurteilen, ob wir wahrhaftig zu unserem Amtseid standen, den Menschen zu dienen, welches die wichtigste Aufgabe ist und die Tradition der Propheten - oder nicht?

Herr Präsident, wie lange noch kann die Welt diese Situation ertragen? [...] Wie lange noch muss die Menschheit den Preis für die falschen Entscheidungen einiger Führer zahlen? [...] Sind Sie zufrieden mit den momentanen Zustand der Welt? Denken Sie, dass die gegenwärti-

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ge Politik fortgesetzt werden kann? Wenn die Milliarden US-Dollar, die für Sicherheit, Kriege und militärische Logistik ausgegeben werden, stattdessen für Investitionen und Hilfe für arme Länder, Gesundheitsförderung, Krankheitsbekämpfung, Bildung und Verbesserung des geistigen und körperlichen Wohlbefindens, Hilfe für die Opfer von Naturkatastrophen, Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten und Produktion, Aufbauprojekte und Armutsbekämpfung, die Errichtung von Frieden, die Schlichtung von zwischenstaatlichen Streitfällen und die Eindämmung von rassischen, ethnischen und anderen Konflikten ausgegeben würden, wo würde die Welt heute stehen? [...] Wäre der politische und wirtschaftliche Stand Ihrer Regierung nicht stabiler? Und, ich bedauere sehr, es zu sagen, würde es einen weltweit stetig ansteigenden Hass auf die amerikanische Regierung geben? [... Heutzutage gibt es hunderte Millionen Christen und hunderte Millionen Muslime und Millionen Menschen, die den Lehren Moses' (Friede sei mit ihm) folgen. Alle göttlichen Religionen teilen und respektieren das eine Wort und das ist Monotheismus oder Glaube an einen Gott und niemand anderen in der Welt. [... Herr Präsident, gemäß den göttlichen Versen sind wir alle aufgerufen, Gott zu dienen und den Lehren der Propheten zu folgen. Einem Gott zu dienen, der über aller Macht der Welt steht und tun kann, was immer Ihm gefällt [...]. Wir sind davon überzeugt, dass eine Rückbesinnung auf die Lehren der von Gott gesandten Propheten der einzige Weg ist, der zum Heil führt. Mir wurde berichtet, dass Eure Exzellenz den Lehren des Propheten Jesus (der Friede sei mit ihm) folgt und an das göttliche Versprechen glaubt, dass die Erde mit Gerechtigkeit regiert wird. Auch wir glauben, dass Jesus Christus (der Friede sei mit ihm) einer der größten (und vorzüglichsten) Propheten des Allmächtigen war. [...] Alle Propheten sprechen von Frieden und Friedlichkeit für die Menschen - basierend auf Monotheismus, Gerechtigkeit und Respekt gegenüber der Menschenwürde. Denken Sie nicht, dass wir, wenn wir alle daran glauben und an diesen Grundsätzen festhalten, die derzeitigen Probleme der Welt bewältigen können - welche das Resultat des Ungehorsams gegenüber dem Allmächtigen und den Lehren der Propheten sind - und unsere Leistung verbessern können? [...] Werden Sie nicht diese Einladung annehmen? Dies wäre eine wirkliche Rückkehr zu den Lehren der Propheten, zum Monotheismus und zur Gerechtigkeit, um die Würde und den Gehorsam der Menschen gegenüber dem Allmächtigen und Seinen Propheten zu bewahren.

Herr Präsident, die Geschichte lehrt uns, dass unterdrückende und grausame Regierungen keinen Bestand haben. Gott hat das menschliche Schicksal Menschen anvertraut. Der Allmächtige hat das Universum und die Menschheit ihrem eigenen Gutdünken nicht überlassen. Viele Dinge sind wider den Wünschen und Plänen der Regierungen geschehen. All dies lehrt uns, dass eine höhere Kraft am Werk ist und alle Ereignisse von Ihm bestimmt werden. Kann man die Zeichen des Wandels in der heutigen Welt abstreiten? Lässt sich die heutige Weltlage mit der vor zehn Jahren vergleichen? Veränderungen geschehen rasch und ereignen sich in rasanter Geschwindigkeit. Die Menschen der Welt sind mit dem Status quo nicht zufrieden und achten kaum auf die Versprechungen und Äußerungen, die von vielen einflussreichen Führungspersonen in der Welt gemacht wurden. Viele Menschen weltweit fühlen sich unsicher und begehren auf gegen die sich ausbreitende Unsicherheit und den Krieg und nehmen die fragwürdigen politischen Entscheidungen nicht hin. Die Menschen protestieren gegen die zunehmende Kluft zwischen den Besitzenden und Besitzlosen sowie zwischen den reichen und armen Ländern. [... Der Liberalismus und die westliche Form von Demokratie sind nicht in der Lage gewesen, die Ideale von Menschlichkeit zu verwirklichen. Aus heutiger Sicht sind diese beiden Grundkonzepte gescheitert. Wer hinter die Dinge blickt, kann bereits das Knirschen vom Zusammenbruch und Niedergang der Ideologie und Denkweise des liberaldemokratischen Systems vernehmen. Zunehmend erkennen wir, dass Menschen weltweit sich zusammentun in Richtung auf einen Anziehungspunkt - Gott den Allmächtigen. Zweifelsohne durch den Glauben an Gott und die Schriften der Propheten werden die Menschen ihre Probleme in Griff bekommen. Meine Frage an Sie lautet: Möchten Sie nicht dabei sein?

Herr Präsident, ob wir wollen oder nicht, die Welt wird zum Glauben an den Allmächtigen hingezogen, und die Gerechtigkeit und der Wille Gottes werden über alles den Sieg davontragen. Und der Friede sei mit denen, die der Rechtleitung folgen.

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In der Juni-Ausgabe analysiert die Journalistin Kate Aronoff, wie sich Corona-Pandemie, Verschuldung und Klimawandel im globalen Süden zu einer dreifachen Krise verschränken. Die Ökonomen Emmanuel Saez und Gabriel Zucman zeigen, wie die einst progressive Steuerpolitik der USA durch eine systematische Bevorzugung der Reichen abgelöst wurde. Der Agrarwissenschaftler Knut Ehlers und der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, plädieren für eine radikale Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Und »Blätter«-Redakteur Steffen Vogel ergründet den Zusammenhang zwischen Verschwörungsglaube und Popkultur.

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