De facto war der Friedensprozess im Baskenland schon mit dem Bombenanschlag der ETA auf den Madrider Flughafen am 30. Dezember 2006 zu Ende, jetzt bekamen es die Spanier noch einmal schriftlich: Gut eine Woche nach den Kommunal- und Regionalwahlen in Spanien und fünf Monate nach der tödlichen Bombe verkündete die ETA das offizielle Ende der seit März 2006 geltenden Waffenruhe und erklärte, den Kampf „an allen Fronten“ wieder aufnehmen zu wollen. Damit ist der bislang ambitionierteste Versuch gescheitert, den ältesten bewaffneten Konflikt in Europa zu beenden und die baskische Frage politisch zu lösen. Für den sozialistischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero bedeutet dies eine bittere Niederlage. Er hatte mehr im Baskenland schon mit dem Bombenanschlag der ETA auf den Madrider Flughafen am 30. Dezember 2006 zu Ende, jetzt bekamen es die Spanier noch einmal schriftlich: Gut eine Woche nach den Kommunal- und Regionalwahlen in Spanien und fünf Monate nach der tödlichen Bombe verkündete die ETA das offizielle Ende der seit März 2006 geltenden Waffenruhe und erklärte, den Kampf „an allen Fronten“ wieder aufnehmen zu wollen. Damit ist der bislang ambitionierteste Versuch gescheitert, den ältesten bewaffneten Konflikt in Europa zu beenden und die baskische Frage politisch zu lösen.
In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.