Ausgabe Oktober 2017

Kohle und Atom: Volle Kraft voraus

Bild: suze / photocase.de

Die verheerenden Wirbelstürme „Harvey“, „Irma“ und „Katia“, die im August und September die Karibik, Texas und Florida verwüsteten, sind deutliche Boten des Klimawandels: Nicht zuletzt aufgrund der aufgeheizten Weltmeere fielen sie so stark und langanhaltend aus. Grund genug, so sollte man meinen, dass die Weltgemeinschaft auf der kommenden Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen ernsthaft an der Umsetzung der bislang vereinbarten Klimaziele arbeitet. Vom 6. bis 17. November treffen sich dazu in Bonn Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt zur „COP23“. 2015 ging aus den COP21-Verhandlungen in Frankreich das Pariser Klimaabkommen hervor.[1] Um den Klimawandel und weltweite Folgeprobleme aufzuhalten, einigte man sich darauf, die Erderwärmung auf weniger als 2 bzw. 1,5 Grad Celsius zu begrenzen sowie in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts Treibhausgasemissionen auf null zu reduzieren.

Kohlekraft auf dem Vormarsch

Doch ob diese vielversprechenden Ziele rechtzeitig erreicht werden, ist alles andere als gewiss – und das nicht erst seit der Aufkündigung des Abkommens durch US-Präsident Donald Trump. Vielmehr hat eine klimafreundliche Energiepolitik noch immer keine Chance gegen die mächtigen Lobbys der Kohlekraft und der Atomenergie.

Die Klimabelastung durch Kohlekraftwerke nimmt weltweit nicht ab, sondern weiter zu.

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