Biographie von Dan Diner

Dan Diner, geb. 1946 in München, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig sowie Professor an der Hebrew University of Jerusalem.

Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Dan Diner.

Dan Diner in den »Blättern«

Krieg um Gaza: Dialektik der Nicht-Anerkennung

Mit dem israelischen Militärschlag gegen die Hamas scheint eine Beilegung des Nahostkonflikts ferner denn je. Aber wie realistisch sind die Hoffnungen auf eine Friedenslösung überhaupt, solange auf beiden Seiten ein verhohlener Anspruch auf das gesamte Territorium besteht? 1 Anerkennung ist eine, wenn nicht die grundlegende Kategorie der Staatenwelt.

Islamismus, Iran und die Zukunft Europas

Daniel Cohn-Bendit: Gegenwärtig kann man den Eindruck haben, dass wir in einer völlig wahnsinnigen Welt leben. Das zeigen uns nicht Ereignisse der letzten Wochen, also die Auseinandersetzung um die Karikaturen, sondern auch die Wahlen in Palästina und im Iran sowie die Auseinandersetzung um das iranische Atomprogramm.

Geopolitik und Glaubenswelt: Radikalisierung im islamischen Orient

Der im Jahr 2002 erstmals publizierte „Arab Human Development Report“ hat nicht ohne Grund weltweit Aufmerksamkeit erregt. Nach den Vorgängen vom 11. September 2001 schien sich dieses Konvolut wie eine Antwort auf die große Frage der Zeit auszunehmen – so, als trage es dem dramatischen Geschehen eine Erklärung nach.

Für ein Israel der Gegenwart

In den Debatten um Israel und den Zionismus artikulierte sich das Dilemma linker, jüdischer und nichtjüdischer Intellektueller in diesem Jahrhundert: die Spannung zwischen Universalismus und Partikularismus, konkreter Parteinahme und allgemeinen Prinzipien, Verantwortung für die antisemitische Struktur der eigenen Gesellschaft und beanspruchter Verantwortung für di

Wird die Bundesrepublik ein westliches Land?

"Blätter": Die "50-Jahre"-Rituale, kulminierend im 8. Mai, sind in vollem Gange, inklusive der diversen Pannen und Peinlichkeiten, die anscheinend unvermeidlich sind, wenn die Bundesregierung Geschichtspolitik betreibt. Wessen wird gedacht: des Tages der Kapitulation, der Debellatio Deutschlands im Jahre 1945, des Tages der Befreiung?

Deutschland im Epochenwechsel

Der Umbruch in Deutschland und Europa beschert uns eine neue-alte Welt. Vieles erinnert an das fin-de-siecle und die Zwischenkriegszeit. Und dennoch handelt es sich hierbei nicht um bloße Wiederholung des Vergangenen.