Dossier MeToo

#MeToo oder: Sexualisierte Gewalt mit System

Vor über einem Jahr nahm die MeToo-Debatte ihren Lauf. Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass der US-amerikanische Filmproduzent Harvey Weinstein Dutzende Frauen sexuell belästigt, genötigt und vergewaltigt haben soll. In den darauffolgenden Monaten sorgten ähnliche Anschuldigungen auch in Europa für heftige Debatten. Was aber bleibt von MeToo?

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Alle Beiträge des Dossiers

»Die soll an Schwänzen ersticken«

Frauenfeindlichkeit und Sexismus gab es bereits im analogen Zeitalter. Heute jedoch werden Frauen im Internet noch massiver beleidigt und bedroht als zuvor. Aber nicht das Netz selbst ist ein Problem. Vielmehr sind es nach wie vor Männer, die dort ihren Frauenhass ausbreiten. Das Netz macht es ihnen nur leichter, ihre Verachtung zu artikulieren – es ermöglicht aber auch, dagegen zu halten.

Der verführte Feminismus

In Theorie und Praxis marxistischen und postmarxistischen Denkens ist etwas in Bewegung geraten: Ältere Auffassungen von Arbeit und Arbeitsorganisation werden zunehmend infrage gestellt, denn ein Großteil der verrichteten Arbeit besteht heute in Dienstleistungen, nicht zuletzt in Gestalt affektiver und emotionaler Arbeit, und auf dem Arbeitsmarkt überwiegen Frauen.

Ein langer, steiniger Weg: Der Kampf um das Frauenwahlrecht

Die gegenwärtige große Debatte um den massiven männlichen Machtmissbrauch nicht nur in Hollywood, sondern in vermutlich allen ungleichen Macht- und Gewaltverhältnissen zwischen Männern und Frauen erinnert an eines: Bis zur wirklichen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist es offensichtlich noch ein harter Kampf und leider wohl auch ein steiniger und kurviger Weg