Ausgabe Februar 1997

Zukunftsfähige Landwirtschaft

Grundsätze einer natur- und sozialgerechten Agrarpolitik

Die Landwirtschaft ist die nützlichste aller Künste. Adam Smith. Die bisherige Agrarpolitik hat ihre ökologischen, volkswirtschaftlichen und sozialen Aufgaben nicht erfüllt. Die Situation der Lebensmittelerzeugung ist für Verbraucher, Landwirte und Steuerzahler unbefriedigend. Verbraucherinnen und Verbraucher sehen sich mit zunehmenden Schadstoffbelastungen der Lebensmittel konfrontiert. Rückstände von Pestiziden in Nahrungsmitteln und Trinkwasser, die Belastung von Fleisch mit Hormonen, Antibiotika, Leistungsförderern und Medikamenten sowie der Nachweis von Salmonellen, Desinfektionsmitteln und Nikotin in Eiern haben zu einer erheblichen Verunsicherung geführt. Während der Lebensmittelverarbeitung kommen Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker hinzu. Es gibt kaum noch Zweifel, daß die rapide Zunahme ernährungsbedingter Krankheiten in einem direkten Zusammenhang mit diesen Schadstoffrückständen und künstlichen Zusatzstoffen steht.

Der Einzug der Gentechnik in die Ernährungsindustrie und die landwirtschaftliche Produktion löst zusätzliche Ängste aus, zumal gentechnisch veränderte Nahrungsmittel nicht eindeutig gekennzeichnet werden müssen.

Februar 1997

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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