Ausgabe Februar 1994

Sanktionshilfe

Ein Konzept für wirksamere nicht-militärische Einmischung

In der politischen Debatte um die Neubestimmung deutscher Außenpolitik spielen nicht-militärische Alternativen kaum eine Rolle. Dem klaren Konzept der Bundesregierung, Deutschland zu einer normalen Großmacht mit den dazugehörigen militärpolitischen Implikationen (vgl. "Verteidigungspolitische Leitlinien", dokumentiert in "Blätter" 9/1993) zu machen, setzen die deutschen Oppositionsparteien wenig entgegen. Hinter zivilen Etiketten ("Zivilmacht", "Zivilisierung internationaler Beziehungen",) kommen regelmäßig Konzeptionen zum Vorschein, die zwar präventive zivile Maßnahmen betonen, aber auf militärpolitische Komponenten nicht verzichten wollen. Entsprechend rücken nicht-militärische Instrumente ins zweite Glied. Mitverantwortlich für das "zivile Defizit" ist die deutsche Friedensforschung, die ihre Kapazitäten auf militärische Modelle konzentriert und kaum nicht-militärischen Input liefert. Dadurch fehlt es an praktischen zivilen Vorschlägen.

Ein nicht-militärisches Einmischungskonzept

Das Konzept eines internationalen Sanktionshilfefonds soll ein Beitrag sein, dieses Defizit zu verringern und eine konstruktive Diskussion um nichtmilitärische Alternativen zu eröffnen.

Februar 1994

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