Bild: Péter Magyar, Orbán größter Herausforderer bei den anstehenden Wahlen, 23.10.2025 (IMAGO / ZUMA Press)
Drei Mal in der europäischen Nachkriegsgeschichte strahlten Entwicklungen in Ungarn weit über die Grenzen des mitteleuropäischen Landes aus: der Ungarnaufstand gegen die sowjetische Dominanz im Oktober 1956, die kurzzeitige Öffnung des Eisernen Vorhangs in Richtung Österreich beim »Paneuropäischen Picknick« im August 1989 – und nun der Abstieg in eine »illiberale Demokratie« unter dem seit 16 Jahren regierenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Stand Ungarn in den ersten beiden Fällen für Freiheitswillen und die Aussicht auf friedliche Kooperation in Europa, so verkörpert es heute das genaue Gegenteil: Unfreiheit im Inneren, Bündnisse mit den autokratischen Mächten Russland und China nach außen.
Viele Augen werden daher auf Budapest gerichtet sein, wenn am 12.