Ausgabe Juni 1999

Das strategische Konzept des Bündnisses

Verabschiedet auf der Gipfelkonferenz der Staat- und Regierungschefs der NATO in Washington am 23. und 24. April 1999 (Auszüge)

Bei dem Washingtoner Treffen des Nordatlantikrates am 23. und 24. April 1999 aus Anlaß des 50. Jahrestages der NATO billigten die Staats- und Regierungschefs ein neues Strategisches Konzept, das entsprechende Richtlinien aus dem Jahr 1991 ersetzt. Das Konzept sieht die Aufgaben der NATO nicht allein in Abschreckung und Verteidigung, sondern ebenso in Aufbau und Erhalt einer "Sicherheitsstruktur" in einen nicht näher eingegrenzten "euro-atlantischen Raum". Dies schließt "Krisenreaktionseinsätze" ausdrücklich ein. Als sicherheitspolitische Herausforderungen gelten regionale Krisen "an der Peripherie des Bündnisses", verursacht etwa durch ethnische Rivalitäten, Menschenrechtsverletzungen oder die Auflösung von Staaten. Die NATO müsse zudem "den globalen Kontext" berücksichtigen. Die Sicherheit des Bündnisses könne u.a. durch die Abschneidung von lebenswichtigen Ressourcen oder durch Flüchtlingsströme (die "unkontrollierte Bewegung einer großen Zahl von Menschen") tangiert werden. - Das neue Strategische Konzept der NATO, über das noch gesondert zu diskutieren sein wird, veröffentlichen wir nachstehend in Auszügen. - D. Red. Einleitung

 

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Juni 1999

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