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Lückenbüßer EZB

von Rudolf Hickel

Als die Europäische Zentralbank am 5. Juni erneut ihren Leitzins senkte, und zwar von 0,25 auf minimalistische 0,15 Prozent, da war dies Ausdruck von zweierlei – von Mut, aber auch Verzweiflung. So richtig und notwendig diese Zinssenkung ist, um die unternehmerische Nachfrage zu beleben: Man sollte sich keine Illusionen machen, dass die Banken bereits diesen geldpolitischen Impuls durch verbilligte Kredite direkt an die Unternehmenswirtschaft weitergeben werden. Im Gegenteil: Da die Zinssenkung schon erwartet wurde, war sie von den Finanzmärkten bereits eingepreist worden. Hier handelt es sich also primär um Symbolpolitik, mit der die EZB ihren anhaltenden Willen zur Politik des billigen Geldes bekräftigt.

(aus: »Blätter« 7/2014, Seite 9-12)
Themen: Europa, Finanzmärkte und Wirtschaft

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