Ausgabe Mai 2004

Europäer der ersten Stunde

Blätter-Gespräch

Am 1. Mai 2004 wird aus dem Europa der 15 das Europa der 25. Im Rahmen der sogenannten Osterweiterung treten der EU zehn neue Mitgliedstaaten bei: die drei baltischen Republiken sowie Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Das Datum wird den Kontinent verändern. Auf subjektivere und "Blätter"-spezifischere Weise berührt uns ein anderer Tag dieses Monats: Am 9. Mai 2004 wird Karlheinz Koppe 75 Jahre alt – der Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung wissenschaftlich-politischer Publizistik und demokratischer Initiativen e.V., des Fördervereins dieser Zeitschrift. Da ein Großteil seiner politischen Vita sich um Europa dreht, insbesondere um die friedenspolitische Dimension des Projekts, nutzten wir den Anlass zu einem "Blätter"-Gespräch mit Professor Koppe. Nach dem Studium am Institut d’Etudes Politiques ("Sciences Po") in Paris übte KHK von 1954 bis 1970 leitende Funktionen in Europa-Union und Europäischer Bewegung aus, zuletzt als Generalsekretär des Deutschen Rates der Europäischen Bewegung. Danach zeichnete er sich besonders durch Aufbau und Leitung der legendären, von Gustav Heinemann ins Leben gerufenen Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung (DGFK) aus, die der "geistig-moralischen Wende" unter Helmut Kohl und Franz Josef Strauß zum Opfer fiel.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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