Zurückgeblättert

6/2016: Euro-Islam und muslimische Renaissance

Vor zehn Jahren hielt Tariq Ramadan sein bis heute brennend aktuelles Plädoyer für die Unterscheidung von Kultur und Religion und für einen Dialog zwischen den Bürgern aller Religionsgemeinschaften in Deutschland und Europa.

5/2016: Der Kampf um ein demokratisches und soziales Recht

Am 2. Mai 1906 wurde Wolfgang Abendroth geboren. Vor zehn Jahren erinnerten Andreas Fischer-Lescano und Oliver Eberl an den großen Juristen und politischen Denker der Bonner Republik, der die »Marburger Schule« prägte und bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.

4/2016: Sonne versus Atom

An das Reaktorunglück in Tschernobyl am 26. April vor 30 Jahren erinnern wir mit dem wegweisenden Text von Hermann Scheer.

3/2016: Rechtsrutsch der Bundesrepublik

Schon vor 50 Jahren gab es die Sorge vor einem Rechtsrutsch der Bundesrepublik. Intellektueller Hauptgegner der Pläne für eine »formierte Gesellschaft« war der »Blätter«-Autor Reinhard Opitz. Exemplarisch dafür ist dessen Aufsatz:

2/2016: Literatur – human, sozial

Vor 50 Jahren schrieb der spätere Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll in den »Blättern« über die Verantwortung des Schriftstellers im westlichen Teil der Welt, in dem »eine selbstmörderische Verleugnung des Humanen und Sozialen praktiziert und propagiert« werde.

1/2016: Die Widersprüche des technischen Fortschritts

Am 7. November 2015 starb überraschend der Soziologe und langjährige »Blätter«-Autor Volker Gransow. Wir erinnern an zwei seiner nach wie vor hochaktuellen Beiträge zu den Widersprüchen des technischen Fortschritts:

12/2015: Die demokratische Frage

In diesem Monat müssen wir gleich zweier großer Intellektueller und »Blätter«-Autoren gedenken: Am 3. November starb 69jährig der Soziologe Helmut Dubiel, Autor maßgebender Studien zum Populismus und zur Zukunft der Demokratie. Und nur zwei Tage später, exakt an seinem 85.

11/2015: Swetlana Alexijewitsch

Für »ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt« erhielt Swetlana Alexijewitsch den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. Wir erinnern an ihre beeindruckende Rede zum Erhalt des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Jahr 2013 und an ihr Buch »Secondhand-Zeit«.

10/2015: Das Toleranzgebot des Grundgesetzes

Bereits vor genau zehn Jahren forderte Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und des Goethe-Instituts, »Tatkraft im Alltag als auch in der großen Politik«, um Einwanderer und Flüchtlinge in der bundesrepublikanischen Gesellschaft willkommen zu heißen und ein gemeinsames Miteinander zu gestalten.

9/2015: Demokratie oder Kapitalismus?

Im September erhält »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas gemeinsam mit Charles Taylor den renommierten Kluge-Preis für sein Lebenswerk. Wir gratulieren herzlich zum »Nobelpreis für Philosophie« und erinnern an Habermas‘ leidenschaftliches Plädoyer für ein politisches Europa.

8/2015: Die Verteidigung des Pazifismus

Am 13. Juli starb, 90jährig, der linke Grenzgänger Gerhard Zwerenz. Als Bloch-Schüler und anarchischer Geist von der SED geächtet, blieb er auch in der Bundesrepublik als Schriftsteller und Publizist stets ein scharfer Kritiker der herrschenden Verhältnisse. Im Jahr der 70.

7/2015: Die Jugend meint es ernst

Am 4. Juni starb im Alter von 84 Jahren der Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne. Als treuer Begleiter unserer Zeitschrift positionierte er sich fast 60 Jahre immer wieder kritisch zum Zustand der Linken, speziell der SPD, und zu seinem Spezialthema, der deutschen Jugendbewegung.

6/2015: Schrittmacher der Menschheit

Am 30. April starb im Alter von 86 Jahren der große Journalist und Kenner der internationalen Politik William Pfaff. Seit 1995 war er Kolumnist der »Blätter«.

4/2015: Die Verteidigung der Demokratie

»Blätter«-Mitherausgeber Claus Leggewie feierte am 27. März seinen 65. Geburtstag – und zwar mit einem neuen Buch, seiner Autobiographie, »Politische Zeiten. Beobachtungen von der Seitenlinie«.

3/2015: Der 8. Mai – historische Katastrophe oder Befreiung?

Vor 30 Jahren hielt der soeben im Alter von 94 Jahren verstorbene Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker seine bedeutendste Rede, in der er den 8. Mai 1945 als »Tag der Befreiung« definierte. Die Debatte wurde jedoch bereits zuvor geführt, u.a. in den »Blättern« – mit 21 pointierten Stellungnahmen.

2/2015: Das Primat der Entspannung

Während heute West und Ost wieder aufeinanderprallen, begann vor 50 Jahren, zwei Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs, die Brandtsche Ost-Politik, unterstützend begleitet von »Blätter«-Redakteur Achim von Borries:

1/2015: Das Scheitern der neokonservativen Utopie

Zwei Jahre nach Beginn des Irakkriegs – und vor den »ersten freien Wahlen« am 30. Januar 2005 – zog die US-amerikanische Publizistin Naomi Klein eine verheerende Bilanz: Bagdad im Jahr Null. Das Scheitern der neokonservativen Utopie, in: »Blätter«, 1/2005, S. 33-54.

12/2014: Die Revolte der Eliten

Exakt 20 Jahre vor Barack Obamas Pleite erlebte mit Bill Clinton ein anderer Demokrat seine verheerende Niederlage bei den Zwischenwahlen zum Kongress. Der große Historiker und Soziologe Christopher Lasch legte kurz vor seinem Tod die eigentliche Ursache für diese Wende bloß, die da lautete: »Die Revolte der Eliten oder: Verrat an der Demokratie«.

10/2014: Demontage der Demokratie

Vor 50 Jahren zeichnete der Politologe Ossip K. Flechtheim von der Freien Universität Berlin ein verheerendes Bild der Adenauer-Erhardschen Kanzlerdemokratie. Aufgrund einer chancenlosen und weithin ununterscheidbaren SPD-Opposition erlebe man den Niedergang der Demokratie durch politische Alternativlosigkeit.

9/2014: Anderssein, ein Menschenrecht?

Vor 20 Jahren beschäftigte sich der Philosoph Karl-Otto Apel in den »Blättern« mit einem gerade heute, angesichts der dramatischen kulturellen Konflikte in der Außen- wie in der Innenpolitik, hoch aktuellen Thema, nämlich dem Recht auf Andersartigkeit.

8/2014: Das deutsche Jahrhundertverbrechen

Vor 50 Jahren, ein halbes Jahr nach Beginn des Auschwitzprozesses, beschäftigte sich die österreichische Schriftstellerin Elisabeth Freundlich mit dem deutschen Jahrhundertverbrechen und seinem Nachwirken in der jungen Bundesrepublik.

7/2014: Vom Rechtsstaat zum Verfassungsstaat

Vor zehn Jahren gratulierte »Blätter«-Mitherausgeberin Ingeborg Maus dem langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Helmut Ridder (18. Juli 1919 – 15. April 2007) zu seinem 85. Geburtstag mit einem Text zu seinem und ihrem Lebensthema, der Ermöglichung oder Verhinderung von Demokratie durch das Recht.