Zurückgeblättert

4/2012: Volk ohne Traum

Vor zwanzig Jahren analysierte der damalige Präsident des westdeut- schen PEN-Clubs, der Schriftsteller Gert Heidenreich, den Versuch der Konservativen, mit Hilfe der Stasi-Akten die kritische westdeutsche Intelligenz der 60er und 70er Jahre systematisch zu diskreditieren.

3/2012: „Es ist an der Zeit, dass einer aufsteht und nein sagt“

Passend zur Wahl Joachim Gaucks erinnern wir an die Dresdner Rede von Günter Gaus aus dem Jahre 1992, in der der „Blätter“-Mitherausgeber für kritische Zeitgenossenschaft gegenüber Vergangenheit und vor allem Gegenwart plädiert: „Es ist an der Zeit, dass einer aufsteht und nein sagt“.

2/2012: 40 Jahre Radikalenerlass

Vor 40 Jahren, am 28. Januar 1972, wurden die "Grundsätze zur Frage der verfassungsfeindlichen Kräfte im öffentlichen Dienst" erlassen, die sehr bald nur noch unter dem Namen Radikalenerlass firmierten und vor allem gegen Mitglieder der neugegründeten Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) gerichtet waren.

1/2012: Die Entdeckung der "Neuen Welt"

Vor 20 Jahren setzten sich die „Blätter“ in ihrer Januarausgabe anlässlich der 500. Wiederkehr der Entdeckung der „Neuen Welt“ mit der Zukunft des globalen Südens auseinander, u.a. mit Beiträgen von Eduardo Galeano, Noam Chomsky, Heinz Dieterich, Dorothee Sölle und William Reuben Soto.

12/2011: Die formierte Gesellschaft

Angesichts der Merkelschen Neuformierung der CDU erinnern wir an die großen Texte zur „Formierten Gesellschaft“ des bekannten Linksintellektuellen Reinhard Opitz, der 1986 im Alter von nur 51 Jahren gestorben ist.

11/2011: Ein Land im Ausnahmezustand

In seinem „Brief aus Amerika“ schilderte vor zehn Jahren „Blätter“-Mitherausgeber Norman Birnbaum die aufgeladene Lage in den Vereinigten Staaten unmittelbar nach den Anschlägen des 11. September: ein Land im Ausnahmezustand, zwischen Patriotismus und Nationalismus, ohne echte Opposition und öffentliche Debatte.

9/2011: Demokratie in der Demokratur

Angesichts der revolutionären Erhebungen in Lateinamerika vor zwanzig Jahren warnte die feministische Theologin Dorothee Sölle vor einer bloß formalen Demokratie ohne ideellen und materiellen Unterbau.

8/2011: Der deutsche Katholizismus

Im September besucht Papst Benedikt XVI. die Bundesrepublik – vor 15 Jahren analysierte der Politikwissenschaftler Franz Walter die wechselhafte Entwicklung des deutschen Katholizismus der letzten 100 Jahre, von der „katholischen Sonderkultur“ bis zur „Cafeteria-Religion“.

7/2011: Wissenschaft und Atomkrieg

Die Regierung Obama stellte soeben die kompletten „Pentagon Papers“ frei. Vor genau 40 Jahren hatte der US-Botschaftsmitarbeiter Daniel Ellsberg diese US-Geheimdokumente über den Vietnamkrieg veröffentlicht, was maßgeblich zum Ende des Krieges beitrug.

6/2011: Gegen die Verniedlichung

Während des Eichmann-Prozesses in Jerusalem räsonierte Bundespräsident Heinrich Lübke darüber, wie „Mitglieder unseres Volkes sich an solchen Verbrechen beteiligen (sic!) konnten“. Dagegen erhob der bekannte Berliner Propst und Gegner des Nationalsozialismus Heinrich Grüber Einspruch.

5/2011:Kooperations- vs. Konkurrenzföderalismus

Nach langer schwerer Krankheit starb am 22. März im Alter von 69 Jahren  Frank Niess, langjähriger Redakteur des SDR (später SWR) und Autor zahlreicher  Bücher und geschliffener Artikel, darunter so mancher für die „Blätter“.

4/2011: Atomkraftwerke lösen das Ölproblem nicht

Bereits vor 30 Jahren setzte die Atomwirtschaft alles daran, das teurer werdende Öl sukzessive zu ersetzen. Der Biologe Dieter Teufel, heute Leiter des Umwelt- und Prognose-Institits (UPI) in Heidelberg, wies dagegen nach, dass die Atomwirtschaft damit vor allem eines betreibt: die Ausweitung der Energieveschwendung

2/2011: Das Ende vom Anfang einer besseren Welt?

Vor 20 Jahren, gut ein Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer, stand die Welt vor einem neuen Golfkrieg, und es drohte ein kriegerisches Auseinanderbrechen der Sowjetunion. Das veranlasste „Blätter“-Redakteur Arthur Heinrich zu der Frage: „Das Ende vom Anfang einer besseren Welt?“

1/2011: Ein subjektives Resümee der Clinton-Jahre

Vor zehn Jahren, am 20. Januar 2001, wurde mit George W. Bush ein US-Präsident vereidigt, der nicht vom Volk gewählt, sondern vom
Obersten Gericht ernannt worden war. Die Ära Clinton war beendet – und Frank Unger zog „Ein subjektives Resümee der Clinton-Jahre“.

12/2010: »Deutsche Einheit – aber was ist das?«

Vor 20 Jahren schrieb der spätere Demokratiepreisträger der „Blätter“, der Theologe und Bürgerrechtler Wolfgang Ullmann, einen brillianten Text über die deutsche Verfassungsgeschichte und das ungelöste Problem der Einheit.

11/2010: »Nation, Volk, Staat«

Am 2. Oktober starb der Germanist und „Blätter“-Autor Georg Bollenbeck. In seinem Beitrag „Nation, Volk, Staat“ („Blätter“, 7/1994, S. 823-833) prophezeite er eine neue „Allianz zwischen Armutsnationalismus und Arroganznationalismus“ – eine Prognose, die im Gefolge der Sarrazin-Debatte nicht an Bedeutung verloren hat.

10/2010: Plädoyer wider die Selbstaufgabe der Bundesrepublik

Vor 20 Jahren, zum Monat der deutschen Vereinigung, schrieb Thomas Schmid, heute Herausgeber von Springers „Welt“, ein bemerkenswertes „Plädoyer wider die Selbstaufgabe der Bundesrepublik“ und die grassierende „Berlin-Meierei“ (vgl. „Blätter“ 10/1990, S. 1182-1189).

7/2010: Die Brandtsche Entspannungspolitik

Zehn Jahre nach der Wiedervereinigung führte „Blätter“-Mitherausgeber Günter Gaus ein großes Gespräch mit Egon Bahr über die Brandtsche Entspannungspolitik und ihre Folgen – sowie ihre unabgegoltenen Forderungen, bis in die Gegenwart der „pax americana“ („Blätter“, 7/2000, S. 791-802).

6/2010: Lafontaine: Der Herausforderer

Exakt vor 20 Jahren, in den Juni-„Blättern“ 1990, erschien ebenfalls ein pointiertes Portrait von Oskar Lafontaine auf seinem Weg zur Bundestagswahl: Heinz Thüer, Der Herausforderer. Ein Portrait des Kandidaten Lafontaine, S. 687-692.

5/2010: Das Ende der DDR

Am 3. Oktober 1990 endete die DDR; bereits in der Mai-Ausgabe desselben Jahres fragten die „Blätter“, was von ihr bleiben werde. Darauf gaben bis heute beeindruckende Antworten Bärbel Bohley, Gerd und Ulrike Poppe, Jens Reich, Wolfgang Ullmann, Konrad Weiß und Rosemarie Will (siehe „Blätter“ 5/1990).

4/2010: "Die Grünen" nach Saarbrücken

Angesichts der grassierenden schwarz-grünen Spekulationen empfehlen wir den Blick zurück auf die heiß umkämpfte Gründungsphase der Grünen vor und nach ihrem ersten Parteitag: Reinhold Billstein, „Die Grünen“ nach Saarbrücken, in: „Blätter“ 4/1980.

3/2010: Brief von Hermann Hesse

Ausnahmsweise in „Zurückgeblättert“ diesmal keinen Hinweis auf einen Artikel, sondern auf einen Brief an die „Blätter“, geschrieben im März 1960 von dem 82jährigen Dichter und Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse.