Ausgabe Juli 2016

Kommentare

Zwei zu null gegen die Kohle

Eine „reisende Krawallszene“ sei in Deutschland unterwegs, war am 17. Mai in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu lesen. Im sächsischen Landtag machten sich wenige Tage später die Regierungsparteien CDU und SPD sogar wegen „Terrorismus“ durch „Klimarandalierer“ Sorgen. Und auch der Brandenburger Landtag debattierte am 10.

Silicon Valley: Der große Lauschangriff

Der Wettstreit um einen gigantischen Zukunftsmarkt tritt in die heiße Phase ein: Mitte Juni kündigte Apple auf der firmeneigenen Entwicklerkonferenz an, seinen sprachgesteuerten Assistenten „Siri“ erstmals für andere Anbieter zu öffnen.

Schlaglicht

Debatte

Medien ohne Selbstkritik?

In der April-Ausgabe der »Blätter« schrieb der neue Chef des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Frank Überall, über die Bedrohung des traditionellen Journalisten durch die neuen Medien. Dem widerspricht entschieden der Blogger und Politikwissenschaftler Markus Vollack. 

Glückwunsch

Beständig kritisch – und offen

Es gibt kaum jemanden, der so schonungslos – auch über eigene Irrtümer –, so klug, so distanziert, so resigniert politische Verhältnisse beschrieben hat und über eigene Enttäuschungen, die Enttäuschungen seiner ganzen Generation schreibt wie Norman Birnbaum, der große alte Vordenker der Linken in den USA.

Kolumne

Trumps Strategie: Sieg durch Vernichtung

Als ich noch klein war und auf dem Sportplatz so ziemlich jedes Spiel verlor, erklärte mein Vater mir: „Was zählt, ist nicht, ob du gewinnst oder verlierst – was wirklich zählt ist, wie du spielst.“ Damals erzogen die meisten Eltern ihre Kinder in diesem Sinn. Es handelte sich um einen Kernsatz des amerikanischen Credos.

Kurzgefasst

Kurzgefasst

Norman Birnbaum: Nach Obama: Die Welt vor Trump?, S. 39-46

Analysen und Alternativen

Systemfrage von rechts

Mit Pegida ist die neue rechte APO auch in der Bundesrepublik angekommen, und mit der AfD hat sie inzwischen ihr parlamentarisches Spielbein gefunden. Bislang weniger deutlich hervorgetreten ist die dahinterliegende politische Strategie der Neuen Rechten, in der das Recht auf Widerstand eine entscheidende Bedeutung spielt – es soll einen Systemwechsel von rechts begründen helfen.

Der Pakt des Schweigens

Achtzig Jahre nach dem Beginn des Spanischen Bürgerkrieges (1936-39) ringt Spanien immer noch mit seinem Erbe. Der vom Putsch Francisco Francos und seiner Mitverschwörer ausgelöste dreijährige Krieg zwischen rebellischen Militärs und Republiktreuen kostete über einer halben Million Menschen das Leben und begründete eine knapp vierzigjährige Diktatur.

Für Freiheit und Demokratie

Am 29. Juni 1976 kommentierte im frühen Abendprogramm der ARD der ebenso wortgewaltige wie erzkonservative Matthias Walden: Der „kommunistische Hochalpinismus“ habe nun endlich seine Gipfelkonferenz bekommen, in Ostberlin. Ein Gipfelsturm sei es nicht gewesen, der da endlich in dünner Luft zum Ziel geführt habe.

Buch des Monats

Chronik des Zeitgeschehens

Chronik des Monats Mai 2016

2.5. – Spanien. König Felipe löst das Parlament auf und setzt Neuwahlen für den 26. Juni d.J. an. Nach den Wahlen vom Dezember v.J. (vgl. „Blätter“, 2/2016, S. 127) waren mehrere Versuche gescheitert, eine neue Regierungskoalition zu bilden.