Dokumente zum Zeitgeschehen

Dokumente zum Zeitgeschehen

»Führende Städte konnten die Luftverschmutzung in den vergangenen 15 Jahren drastisch senken«

Bericht »Breathe Cities«, 11.3.2026 (engl. Original)

The report, Breathe better: How leading cities have rapidly cut air pollution, examined air quality trends, identifying 19 leading cities that achieved sustained reductions of at least 20% in both fine particulate matter (PM2.5) and nitrogen dioxide (NO2) over 15 years. Yet the report demonstrates that substantial progress is feasible: cities that took coordinated action achieved reductions in toxic pollutants above 20% between 2010 and 2024, with some achieving reductions of around 45%.

»Die Verringerung des Anteils der Kernenergie war eine bewusste Entscheidung, und ich glaube, dass es für Europa ein strategischer Fehler war«

Rede von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, 10.3.2026

Unsere europäischen Windkraftanlagenhersteller sind globale Kraftpakete. Sie exportieren Hightech „Made in Europe“ in die ganze Welt. Bei der Kernenergie sieht das leider etwas anders aus. Während 1990 ein Drittel des europäischen Stroms aus Kernenergie stammte, sind es heute nur noch knapp 15 %. Diese Verringerung des Anteils der Kernenergie war eine bewusste Entscheidung, und ich glaube, dass es für Europa ein strategischer Fehler war, einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken zu kehren.

»Europa hat seine Waffenimporte in nur fünf Jahren verdreifacht«

Bericht des SIPRI-Instituts, 9.3.2026 (engl. Original)

While tensions and conflicts in Asia and Oceania and the Middle East continue to drive large-scale arms imports, the sharp increase in arms flows to European states pushed global arms transfers up almost 10 per cent,’ said Mathew George, Director of the SIPRI Arms Transfers Programme. ‘Deliveries to Ukraine since 2022 are the most obvious factor, but most other European states have also started importing significantly more arms to shore up their military capabilities against a perceived growing threat from Russia.

»Es gibt Hinweise auf systematische Deportationen ukrainischer Kinder nach Russland«

Bericht der United Nations Human Rights Council, 9.3.2026 (engl. Original)

The Commission has continued its investigations concerning the deportation ortransfer of children by Russian authorities to the Russian Federation or to areas they occupied in Ukraine. Compelling evidence concerning the deportation and transfer of a total of 1205 children from five oblasts in Ukraine, verified by the Commission, has led it to conclude that these acts amount to crimes against humanity and war crimes of deportation and forcible transfer of children.

»Das Antarktische Meereis erholt sich leicht«

Bericht des National Snow and Ice Data Center, 9.3.2026 (engl. Original)

Antarctic sea ice has likely reached its minimum extent for the year, at 2.58 million square kilometers (996,000 square miles) on February 26, 2026, according to scientists at the National Snow and Ice Data Center (NSIDC) at the University of Colorado Boulder. The 2026 minimum ranks sixteenth lowest in the 48-year satellite record. This year’s minimum is much closer to average than the past four years, albeit still 260,000 square kilometers (100,000 square miles) below the 1981 to 2010 average.

»Die Erderwärmung steigt schneller als bisher angenommen«

Studie der Advancing Earth and Space Sciences, 6.3.2026 (engl. Original)

Recent record-hot years have caused discussion over whether global warming has accelerated. Previous analysis found acceleration (i.e., increase in warming rate) has not yet reached a 95% confidence level, given natural temperature variability. We remove the estimated influence of three main natural variability factors: El Niño, volcanism, and solar variation. The resulting adjusted and thus less “noisy” data show that there has been acceleration with over 98% confidence, with faster warming over the last 10+ years than during any previous decade.

»Die stationäre Pflege wird für immer mehr Menschen zur konkreten Armutsfalle«

Pressemitteilung der DAK, 5.3.2026

Durch die massiv gestiegenen Eigenanteile in stationären Pflegeeinrichtungen sind immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner auf unterstützende Sozialhilfeleistungen angewiesen. Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht 2026 den neuen Höchstwert von 37 Prozent. Ohne Reformen könnten die Belastungen der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2035 ungebremst auf knapp 43 Prozent ansteigen.

»Antifaschismus heißt, den gemeinsamen Hauptgegner ins Visier zu nehmen und nicht eine öffentliche Kampagne gegen die Gedenkstättenleitung zu initiieren«

Stellungnahme der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora / Freundeskreis e.V., 5.3.2026

Der Zeitpunkt der Kampagne fällt zusammen mit massiven Angriffen auf die antifaschistische Gedenkkultur an die Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland. Ihre Liquidierung ist innerhalb der nächsten 1 bis 2 Jahre real möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich, wenn wir nicht in der Lage sein sollten, dem Erstarken faschistischer Kräfte wie der AfD und dem Rechtsruck der Bundesregierung wirksam entgegenzutreten.

»Bürger des Iran, die Hilfe, um die ihr gebeten habt, ist da!«

Pressemitteilung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, 28.2.2026 (engl. Übersetzung)

This morning, in a powerful surprise attack, we destroyed the compound of the tyrant Khamenei in the heart of Tehran. For three and a half decades, this cruel tyrant has exported terror around the world, made his people miserable, and worked tirelessly, without ceasing, on the plan to destroy Israel.
That plan is no more. And there are many signs that the tyrant himself is no more.

»Die iranische Führung muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen.«

Gemeinsame Erklärung der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, 28.2.2026

Wir verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste. Iran muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen. Wir rufen zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen auf und fordern die iranische Führung, eine Verhandlungslösung zu finden. Letztendlich muss es dem iranischen Volk erlaubt sein, ihre eigene Zukunft zu gestalten.

»Unser Ziel ist ein umfassender, gerechter und dauerhafter Frieden für die Ukraine«

Gemeinsame Erklärung des Präsidenten des Europäischen Rates, der Präsidentin der Europäischen Kommission und der Präsidentin des Europäischen Parlaments, 24.2.2026

Heute vor vier Jahren begann Russland seinen breit angelegten und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Einmal mehr zollen wir dem mutigen Volk der Ukraine Respekt, das weiterhin Widerstand leistet und sein Land verteidigt.

»Die Sicherheit Europas ist untrennbar mit der Sicherheit der Ukraine verbunden«

Erklärung der Russischen Demokratischen Kräfte der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE), 24.2.2026 (engl. Original)

A just peace is impossible without justice. We support the establishment of a Special Tribunal for the Crime of Aggression and insist on holding those responsible to account through all available international legal mechanisms. Frozen Russian state assets must be transferred to Ukraine. All Ukrainian citizens held in Russian captivity and illegally deported children must be returned immediately. Impunity for the aggressor precludes any just peace.

»Die alarmierende Entwicklung im Bereich ernährungsbedingter Erkrankungen erfordert entschlossenes Handeln«

Offener Brief zur Einführung der »Limo-Abgabe«, 18.2.2026

Wir, 46 Verbände aus den Bereichen Gesundheit, Wissenschaft, Kinder- und Verbraucherschutz begrüßen die Initiative des CDU Landesverbands SchleswigHolstein, eine Bundesratsinitiative zu starten und auf dem CDU-Parteitag einen Antrag für eine Abgabe auf Süßgetränke einzubringen, außerordentlich. Die alarmierende Entwicklung im Bereich ernährungsbedingter Erkrankungen und die damit verbundenen rasant steigenden gesellschaftlichen Folgekosten erfordern entschlossenes Handeln.  

»Die Schicksale Europas und der USA sind mit einander verflochten«

Rede von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz, 14.2.2026 (engl. Original)

Together we rebuilt a shattered continent in the wake of two devastating world wars. When we found ourselves divided once again by the Iron Curtain, the free West linked arms with the courageous dissidents struggling against tyranny in the East to defeat Soviet communism. We have fought against each other, then reconciled, then fought, then reconciled again. And we have bled and died side by side on battlefields from Kapyong to Kandahar.

And I am here today to leave it clear that America is charting the path for a new century of prosperity, and that once again we want to do it together with you, our cherished allies and our oldest friends.

»Es ist wichtig, dass Behörden die Existenz von Rassismus in ihren Institutionen anerkennen und sich klar dagegen positionieren«

Abschlussbericht der InRa-Studie »Institutionen und Rassismus«, 13.2.2026

Rassismus tritt oftmals in Verwobenheit mit Diskriminierung aufgrund anderer Merkmale auf, darunter Sexismus, Klassismus, Homophobie oder Antisemitismus. Rassismuskritisches Institutionenhandeln kann von der bestehenden Arbeit in diesen Themenfeldern profitieren. Statt isoliertem Vorgehen bietet sich hier eine stärkere intersektionale Analyse und Kooperation an und eine Ausweitung der thematischen Expertise, beispielsweise bei Beauftragten für Antidiskriminierung und Diversität oder in Meldestellen. Dies kann durch gezielte Fortbildungen und Vernetzungen stattfinden.

»Die Einbindung von Unternehmen ist entscheidend für wirksamen Biodiversitätsschutz«

IPBES-Bericht, 8.2.2026 (engl. Original)

Under current conditions, what is profitable for businesses often results in loss of biodiversity and what is good for biodiversity and society is often not profitable. This undermines their ability to take actions that address long-term outcomes with system-level implications. Creating an enabling environment that provides incentives for the conservation and sustainable use of biodiversity and nature’s contributions to people could align what is profitable with what is good for biodiversity and society.