Dokumente zum Zeitgeschehen

Dokumente zum Zeitgeschehen

»Armut sinkt nicht entsprechend dem Wirtschaftswachstum«

Armutsbericht 2016 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, 23.02.2016

Die gesamtdeutsche Armutsquote betrug im Jahr 2014 15,4 Prozent. Dabei gilt als arm, wer weniger als 60 Prozent des bundesweiten Durchschnitts verdient. Gegenüber den 15,5 Prozent des Vorjahres ist es ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte bzw. um 0,7 Prozent. Der Aufwärtstrend der Armutsquote seit 2006 (14,0 Prozent) ist damit für 2014 erst einmal gestoppt.

»Nie ist der Meeresspiegel so massiv gestiegen wie im letzten Jahrhundert«

Studie im Wissenschaftsjournal "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften, 22.02.2016 (engl. Originalfassung)

The study assesses the relationship between temperature and global sea level variability and it confirms an acceleration in sea level rise. This triggers and worsens flooding in coastlines around the world.

»Zeit für eine andere Wirtschaftspolitik«

Aufruf von 80 französischen Ökonomen zur Überwindung der Krise in Europa, 22.2.2016

Eine bessere Zukunft ist möglich – auch wirtschaftlich. Darum geht es in diesem Aufruf. Denn die Lage ist dramatisch. Ungeachtet politischer Meinungsverschiedenheiten, sind wir uns als Wirtschaftswissenschaftler darin einig, dass glaubwürdige Alternativen existieren, die aus der Sackgasse herausführen.

»Das Ende von Schengen würde Deutschland 77 Mrd. Euro kosten«

Studie der Prognos AG, 19.2.2016

Prognos beziffert die gesamtwirtschaftlichen Kosten der Wiedereinführung von Grenzkontrollen. Dabei wurden Zolläquivalente prozentual auf die Importpreise aufgeschlagen. Das Ergebnis: Den Szenarienrechnungen zufolge wären allein in Deutschland Wachstumseinbußen in Höhe von mindestens 77 Mrd. Euro bis zum Jahr 2025 zu erwarten - im besseren Fall.

»Waffenhandel nimmt weltweit zu«

Bericht des Friedensforschungsinstituts SIPRI, 22.2.2016

The volume of international transfers of major weapons in 2011–15 was 14 percent higher than in 2006–10.
The flow of arms to Africa, Asia and Oceania and the Middle East increased between 2006–10 and 2011–15, while there was a sharp fall in the flow to Europe and a minor decrease in the flow to the Americas.

»Die Würde des Menschen ist unantastbar«

Aufruf der "Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat", 11.2.2016

Deutschland ist ein demokratisches Land und den universellen Menschenrechten verpflichtet. Der im Grundgesetz verankerte Schutz der Menschenwürde gilt für alle Menschen. Wir treten deshalb dafür ein, dass Deutschland auch weiterhin seine humanitären Verpflichtungen erfüllt, setzen uns zugleich aber für eine gemeinsame europäische Lösung ein.

»Bessere Regulierung von privaten Militär- und Sicherheitsfirmen«

Studie von Transparency Deutschland, 11.2.2016 (engl. Originalfassung)

Die Beteiligung von PMSC (Private Military and Security Companies) im Bereich der nationalen und internationalen Sicherheit hat stark zugenommen. Insgesamt waren im Irak und in Afghanistan mehr als 250.000 Mitarbeitende von Militär- und Sicherheitsunternehmen im Einsatz.

»Die EU demokratisieren, damit sie nicht zerfällt«

Manifest der Bewegung DiEM25, 9.2.2016 (engl. Originalfassung)

Now, today, Europeans are feeling let down by EU institutions everywhere. From Helsinki to Lisbon, from Dublin to Crete, from Leipzig to Aberdeen. A stark choice is approaching fast. The choice between authentic democracy and insidious disintegration.

»Für eine ökologisch verträgliche Waldwirtschaft«

BUND-Waldreport 2016, 29.1.2016

Mit dem "Waldreport 2016" zeigt der BUND anhand von zwanzig Beispielen aus ganz Deutschland, wie breit die Palette der Waldbewirtschaftung heute ist. Im Mittelpunkt steht dabei die Verantwortung der Behörden, in den öffentlichen Wäldern vorbildlich und am Gemeinwohl orientiert zu wirtschaften.

»Abgeordnete, im Namen unserer Freiheiten, lehnt die Gesetzesänderung ab«

Aufruf von französischen Intellektuellen gegen die Verfassungsänderung zum Entzug der Staatsbürgerschaft, 1.2.2016 (frz. Originalfassung)

Die französische Regierung legt momentan auf Vorschlag des Präsidenten François Holland dem Parlament eine Verfassungsänderung vor, die es erlaubt, französischen Bürgerinnen und Bürgern die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

»Verteidigen wir das Recht auf Freizügigkeit in Europa«

Aufruf des Netzwerks "European Alternatives", 28.1.2016 (engl. Originalfassung)

Act now to stop Europe putting back walls to free movement. Join us and Etienne Balibar, Yanis Varoufakis, Marisa Matias, Tania Bruguera and hundreds more to save free movement in Europe and say we are #AllFree2Move.

»Jüngere sind weniger umweltbewusst«

Studie des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts, 26.1.2016

Gegenstand des vorliegenden Berichts sind die umweltbezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen der jungen Generation, ihr Verständnis eines guten Lebens und der Rolle von Umwelt und Natur dabei und ihre Anforderungen an die Umweltkommunikation und Umweltbildung.

»Menschenrechtsverletzungen beim Kobalt-Abbau«

Bericht von Amnesty International zur Lage in der Demokratischen Republik Kongo, 19.1.2016 (engl. Originalfassung)

People around the world increasingly rely on rechargeable batteries to power their mobile phones, tablets, laptop computers and other portable electronic devices. The growing global market for portable electronic devices and rechargeable batteries is driving the growing demand for the extraction of cobalt, a key component in lithium-ion rechargeable batteries.

»Wir verteidigen das Recht, im Krieg den Frieden zu fordern«

Internationaler Aufruf in Solidarität mit inhaftierten türkischen Akademikern, 21.1.2016

In Solidarität mit den AkademikerInnen aus der Türkei für Frieden.

Seit Wochen herrschen im kurdischen Südosten der Türkei bürgerkriegsähnliche Zustände. Panzer schießen auf historische Stadtviertel, ZivilistInnen werden verletzt und sterben. Abertausende fliehen.

»1 Prozent der Weltbevölkerung besitzt mehr Vermögen als der Rest der Welt«

Bericht von Oxfam Deutschland, 18.1.2016

The gap between rich and poor is reaching new extremes. Credit Suisse recently revealed that the richest 1% have now accumulated more wealth than the rest of the world put together. This occurred a year earlier than Oxfam’s much publicized prediction ahead of last year’s World Economic Forum.

»Schweden ist der erste Land der Welt mit einer feministischen Außenpolitik«

Schwedischer Aktionsplan für eine feministische Außenpolitik, 1.12.2015 (engl. Originalfassung)

This action plan sets the direction of feminist foreign policy action to be taken by the Foreign Service, guided by six long-term objectives. These are broad objectives to match broad challenges, cover the entire global agenda and bring the whole gamut of foreign policy tools into play.

»Wir werden nicht Teil dieses Verbrechens sein!«

Aufruf türkischer Akademiker, Journalisten und Schriftsteller gegen den Krieg, 14.1.2016

Der Türkische Staat verurteilt seine Bürger/innen in Sur, Silvan, Nusaybin, Cizre und in vielen weiteren Orten mit wochenlangen Ausgangssperren zum Verhungern und Ausdursten. Unter kriegsartigen Zuständen werden ganze Viertel und Stadtteile mit schweren Waffen angegriffen.

»2015 hat der Weihnachtsmann einen leichten Beutel getragen«

Studie des WSI zur Kinderarmut in Deutschland, 10.1.2016

Kinder sind in Deutschland nach wie vor besonders von Armut betroffen: 19 Prozent aller Mädchen und Jungen unter 18 Jahren leben in einem einkommens- armen Haushalt. Der Anteil der armen Kinder verharrt damit seit 1996 auf hohem Niveau. Die Unterschiede nach Region sind weiterhin beträchtlich.

»Wir müssen das System ändern«

Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Barack Obama, 13.1.2016

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