Dokumente zum Zeitgeschehen

Dokumente zum Zeitgeschehen

»Pegida, verschwinde!«

Aufruf französischer und frankophoner Zeichner gegen die Instrumentalisierung der Anschläge gegen das Satiremagazin »Charlie Hebdo« durch Pegida, 11.1.2015

Text des Flugblatts gegen PEGIDA:

Wir, die französischen und frankophonen Zeichner, sind entsetzt über die Ermordung unserer Freunde. Und wir sind angewidert, dass rechte Kräfte versuchen, diese für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Sie sind nichts Anderes als Aasgeier.

Die Botschaft ist einfach: Pegida, verschwinde! 

»Bibel, Thora und Koran sind Bücher der Liebe, nicht des Hasses«

Manifest von Vertretern des Christentums, Judentums und Islams anlässlich des Anschlags auf die französische Satirezeitschrift »Charlie Hebdo«, 9.1.2015

Im Namen von Millionen Christen, Moslems und Juden in Deutschland verurteilen wir den Terrorangriff von Paris und trauern um die Opfer.

Die Morde sind ein Angriff auf die Freiheit des Denkens, des Glaubens und unserer gemeinsamen Werte von Toleranz und Nächstenliebe, den wir zutiefst verabscheuen.

Im Namen Gottes darf nicht getötet werden!

»Wir brauchen ein republikanisches Leitbild«

Erklärung des Rates für Migration, 5.1.2015

Deutschland ist einerseits zum Einwanderungsland geworden: Vor allem in den Metropolen hat sich das Selbstverständnis verankert, eine pluralistische und multiethnische Gesellschaft zu sein.Dies zeigen Untersuchungen wie die Studie "ZuGleich" der Universität Bielefeld, wonach jeder Zweite (47 Prozent) die wachsende Vielfalt in Deutschland befürwortet und 36 Prozent der Bev&o

»Die Zahl der von Armut betroffenen Kinder hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt«

Pressemitteilung des deutschen Kinderhilfswerks zu zehn Jahren Hartz IV, 29.12.2014

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert umfassende Reformen der Sozialgesetze in Deutschland, um die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Dabei sollten insbesondere die Regelsätze für Kinder und Jugendliche, Bildungsgerechtigkeit und die Möglichkeiten des gesunden Aufwachsens im Mittelpunkt der Reformen stehen.

»Hartz IV hat Eckpfeiler des Sozialsystems massiv verschoben«

Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes, 25.12.2014

Am 1. Januar 2005 trat das „Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ in Kraft. SPD und GRÜNE hatten diese „größte Sozialreform in der Nachkriegsgeschichte“ auf den Weg gebracht und CDU/CSU sowie FDP über den Bundesrat wesentlich zur Verschärfung des Hartz-IV-Gesetzes beigetragen.

»Wir sind stolz auf das kubanische Volk«

Rede von US-Präsident Barack Obama anlässlich der Annäherung an Kuba, 18.12.2014

Guten Tag. Heute ändern die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Beziehungen zum kubanischen Volk.

»Die Zeugenvernehmung von Edward Snowden in Berlin ist unzulässig«

Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts zur Zeugenvernehmung von Edward Snowden im NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages, 12.12.2014

Antrag im Organstreitverfahren zur Zeugenvernehmung von Edward Snowden in Berlin ist unzulässig

Pressemitteilung Nr. 114/2014 vom 12. Dezember 2014

Beschluss vom 04. Dezember 2014
2 BvE 3/14

»Die verschärften Verhörmethoden haben sich als unwirksam erwiesen«

Bericht des US-Senats über die Folterpraktiken der CIA, 9.12.2014 (engl. Originalfassung)

The Committee makes the following findings and conclusions:

#1: The CIA's use of its enhanced interrogation techniques was not an effective means of acquiring intelligence or gaining cooperation from detainees.

»Deutschsein kann erlernt werden«

Studie zur Identität der Bevölkerung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung, 3.12.2014

Narrationen des Deutschseins

»Wir brauchen planbare Berufsperspektiven in der Wissenschaft«

Offener Brief deutscher Politikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu prekären Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen, Dezember 2014

Wissenschaft als Beruf – für bessere Beschäftigungsbedingungen und planbare Perspektiven

Sehr geehrte Frau Ministerin Wanka,

sehr geehrte Wissenschaftsminister/innen der Länder,

sehr geehrte Mitglieder der Kultusministerkonferenz,

sehr geehrte Mitglieder der Hochschulrektorenkonferenz,

»Der Sozialstaat profitiert von Zuwanderung«

Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, 27.11.2014

Vorwort – Deutschland profitiert von Zuwanderung

Zwei Drittel der Deutschen sind laut einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung davon überzeugt, dass Zuwanderung nach Deutschland zulasten der Sozialsysteme erfolgt. Die Frage steht also im Raum: Sind Ausländer tatsächlich eine Belastung für den deutschen Sozialstaat?

»Ein Landtitel ist nicht genug«

Bericht von Amnesty International zur Rückgabe von Land an durch den Bürgerkrieg Vertriebene in Kolumbien, 27.11.2014 (engl. Originalfassung)

1. INTRODUCTION

The violent struggle to control territory for economic, military and political reasons, coupled with high levels of rural poverty and the high concentration of land ownership among relatively few owners, has been one of the root causes of Colombia’s 50-year-old internal

»Europa muss seine gute Seele wiederentdecken«

Rede von Papst Franziskus vor dem Europaparlament in Straßburg, 25.11.2014

Herr Präsident, meine Damen und Herren Vizepräsidenten, verehrte Europaabgeordnete und alle, die in den verschiedenen Arbeitsbereichen dieser Einrichtung tätig sind, liebe Freunde,

»Das israelische Militär hat Kriegsverbrechen begangen«

Zusammenfassung der Ergebnisse der außerordentlichen Sitzung des Russell-Tribunals zu Gaza, Oktober 2014

1. Als die Bilder der erschreckenden Realität von Tod, Zerstörung und Verzweiflung, der die Bürgerinnen und Bürger Gazas im Juli und August ausgesetzt waren, ausgestrahlt wurden, erfasste Menschen in aller Welt ein tief sitzendes Gefühl von Empörung, Zorn und Abscheu.

»Das Fundament von Regierung und Demokratie sind wir«

Dankesrede von Edward Snowden zu seiner Auszeichnung mit dem Stuttgarter Friedenspreis der Anstifter, 23.11.2014

“Als Erstes möchte ich mich bedanken – ich danke Ihnen sehr. Es ist eine unglaubliche Ehre, für etwas ausgezeichnet zu werden, was ich für eines jeden Pflicht halte. Ihre Auszeichnung zeigt mir, wie viel Kraft in unserer Gesellschaft ist.