In der September-Ausgabe erläutert Sighard Neckel, warum sich nicht allein das Klima, sondern unsere kapitalistische Gesellschaftsordnung in einer fundamentalen Krise befindet. 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bilanziert Ronald Ofteringer die Folgen des »War on Terror« und zeigt, dass dessen Instrumente heute weiter angewendet werden – im Rahmen einer neuen imperialen Sicherheitskultur. René Wildangel macht die deutsche Regierung mitverantwortlich für Israels Weg in die internationale Isolation und fordert ein Ende der deutschen Toleranz gegenüber Netanjahus völkerrechtswidriger Politik. Ferdinand Muggenthaler erläutert, warum die globale Regulierung einer zunehmend autonom agierenden Künstlichen Intelligenz nötig ist. Philipp Humm wiederum fragt, inwiefern KI die Lohnarbeit an ihr historisches Ende führen wird – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für die Demokratie. Jan-Peter Olters zeigt, wie die extreme Rechte wirtschaftliche Unsicherheit in identitäre Loyalität verwandelt – und die materiellen Interessen ihrer Kernwählerschaft verrät. Maristella Svampa skizziert, wie sich Argentinien unter Javier Milei zum Modell für einen neuen »Technofaschismus« entwickelt. Und Olga Bubich blickt nach Belarus, wo das Lukaschenko-Regime mit Buchverboten nicht nur die intellektuelle Elite des Landes erstickt, sondern auch eine ganze Gesellschaft der Unwissenheit preisgibt.
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