In der Oktober-Ausgabe erkennen Naomi Klein und Astra Taylor im Aufstieg der Rechtsextremen eine grundlegend neue politische Bewegung – einen Endzeitfaschismus – als zynische Antwort auf die existenziellen Krisen der Gegenwart. Markus Linden erklärt den Erfolg der AfD und den rasanten Machtverlust der Union nicht zuletzt mit Friedrich Merz’ cäsaristischem Führungsstil. Isabella Weber skizziert Eckpunkte für eine antifaschistischen Wirtschaftspolitik, die die Würde aller im Blick hat und deren Umsetzung der extremen Rechten ihre ökonomischen Triebkräfte entziehen könnte. Thomas Zimmer lotet, einen Monat vor den Zwischenwahlen, die Grenzen von Donald Trumps autoritärem Angriff auf die US-Demokratie aus und entdeckt dabei eine sich verfestigende demokratische Gegenmobilisierung. Markus Bickel sieht die EU weit von der Verwirklichung einer Europäische Verteidigungsunion entfernt – trotz weitreichender Aufrüstungsbemühungen in vielen Ländern. Steffen Vogel beleuchtet die »unnormalen Allianzen« zwischen Pazifisten und dem Militär im Krieg – von George Orwell im Spanischen Bürgerkrieg bis zu Maksym Butkewytsch in der heutigen Ukraine. Und Thomas Biebricher sowie Kolja Lindner erinnern zum 100. Geburtstag Michel Foucaults an den wichtigen französischen Philosophen und seine Analyse des Neoliberalismus.
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