Ausgabe Oktober 2026

»Blätter«-Ausgabe 10/2026

In der Oktober-Ausgabe erkennen Naomi Klein und Astra Taylor im Aufstieg der Rechtsextremen eine grundlegend neue politische Bewegung – einen Endzeitfaschismus – als zynische Antwort auf die existenziellen Krisen der Gegenwart. Markus Linden erklärt den Erfolg der AfD und den rasanten Machtverlust der Union nicht zuletzt mit Friedrich Merz’ cäsaristischem Führungsstil. Isabella Weber skizziert Eckpunkte für eine antifaschistischen Wirtschaftspolitik, die die Würde aller im Blick hat und deren Umsetzung der extremen Rechten ihre ökonomischen Triebkräfte entziehen könnte. Thomas Zimmer lotet, einen Monat vor den Zwischenwahlen, die Grenzen von Donald Trumps autoritärem Angriff auf die US-Demokratie aus und entdeckt dabei eine sich verfestigende demokratische Gegenmobilisierung. Markus Bickel sieht die EU weit von der Verwirklichung einer Europäische Verteidigungsunion entfernt – trotz weitreichender Aufrüstungsbemühungen in vielen Ländern. Steffen Vogel beleuchtet die »unnormalen Allianzen« zwischen Pazifisten und dem Militär im Krieg – von George Orwell im Spanischen Bürgerkrieg bis zu Maksym Butkewytsch in der heutigen Ukraine. Und Thomas Biebricher sowie Kolja Lindner erinnern zum 100. Geburtstag Michel Foucaults an den wichtigen französischen Philosophen und seine Analyse des Neoliberalismus.

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Editorial

Editorial: Tiefgang und Entschleunigung

Vor einiger Zeit haben wir Sie gebeten, bei unserer Umfrage mitzumachen. An dieser haben Sie sich rege beteiligt: Genau 1463 von Ihnen haben den Fragebogen ausgefüllt.

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Indonesien: Die Wut der Gen Z und ihr Kampf gegen die Eliten

Seit zwei Jahren ist Indonesiens Präsident Prabowo Subianto nun im Amt – der konservative Ex-General folgte im Oktober 2024 auf den beliebten einstigen Reformer Joko Widodo, kurz: Jokowi, der das Land zehn Jahre lang regiert hatte.

Aufgespießt

Analysen und Alternativen

Führungsfetisch statt Bürgernähe

Der rasende Autoritäts- und Machtverlust, den die Union und der Bundeskanzler binnen nicht einmal zwei Jahren an der Regierung erlitten haben, erklärt sich nicht zuletzt durch Friedrich Merz’ Führungsstil. Merz setzt ganz auf cäsaristische Anweisung von oben.

Buch des Monats