Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Henning Melber.

Henning Melber in den »Blättern«

Afrikanische Regressionen

Wie man sich irren kann: Die Machtübernahme Mugabes, ohne sowjetische Patronage, diene genau besehen der Sicherung britischer Interessen, meinte der mit deren Wahrung beauftragte Chef-Unterhändler und Außenminister Lord Carrington im letzten Stadium der Dekolonisierungsverhandlungen, als Ende der 70er Jahre aus Rhodesien Simbabwe entstand.

Afrika sucht seine Strategie

Die deutsche Entwicklungs- und Afrikapolitik entschlummerte zu Beginn der rot-grünen Regierungskoalition zumindest hinsichtlich eines öffentlichen Diskurses sanft - sehr zum Unmut jener, die sich vom grünen Element der neuen Allianz gerade auch in diesen Bereichen Alternativen versprochen hatten.

Kongo nach Kabila sen.

"Was soll ich denn sagen? Wenn ich seinen Tod bejubelte, wäre das undiplomatisch. Wenn ich ihn bedauerte, wäre es scheinheilig." So der Kommentar eines ungenannten Ministers aus einem afrikanischen Staat, der an dem zweitägigen Franko-Afrikanischen Gipfeltreffen zu "Afrika und Globalisierung" in Yaounde am 18. und 19. Januar 2001 teilnahm.

Afrika in Schubladen

Afrika ist an den Rand des weltpolitischen Interesses gerückt. Nach dem formalen Ende der Apartheid lassen sich die Skandale leichter verdrängen. Stellvertreterkriege sind von kaum durchschaubaren Kämpfen diverser Kriegsherren um Diamantenfelder abgelöst worden.

Auslaufmodell Zimbabwe

Einst war er ein gefeierter Held. Insbesondere in Kreisen aufrechter westdeutscher Antiimperialisten, die sich im Bemühen und die Verwirklichung ihrer Revolutionsträume so manche Solidaritätsleistung abverlangten. Das ist nicht abwertend gemeint, eher ein wenig nostalgisch und (auch selbst-)kritisch.

Nach der Apartheid

Fast ließe sich sagen, in Südafrika herrscht eitel Sonnenschein (was es klimatisch all die Jahre und Jahrzehnte der ApartheidDiktatur ungestört des alltäglichen politisch-gesellschaftlichen Unrechtsregimes ohnehin mit konstanter Bosheit gegenüber all denjenigen tat, die gern mal dorthin gereist wären, es sich aber wegen der politischen Zustände nicht trauen d

Wir und sie

Im Dezember-Heft dieser Zeitschrift wird das mit dem Titel dieses Beitrags umrissene Spannungsverhältnis ungewollt beispielhaft dokumentiert.

Krieg, Zivilität und Internationalismus.

"... alles hat sich unmerklich vollzogen, durch winzige Preisgaben, und als wir endlich den Kopf hoben, sahen wir im Spiegel ein fremdes, ein hassenswertes Gesicht: unser eigenes." Mit diesen Worten kommentierte Jean-Paul Sartre am 6. März 1958 seine Erschütterung nach der Lektüre des Buches "Die Folter" von Henri Alleg 1).

Noch ein weiter Weg

Vom 7. bis 11. November 1989 wurden unter der Bevölkerung Namibias, wie im UNO-Lösungsplan gemäß Resolution 435 des Sicherheitsrates festgelegt, Wahlen für eine verfassungsgebende Versammlung des Landes durchgeführt.