Dokumente zum Zeitgeschehen

Dokumente zum Zeitgeschehen

»Eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote würde das BIP steigern«

ILO-Studie, 14.6.2017 (engl. Originalfassung)

Die Erwerbsquote der Frauen in Deutschland wird für 2017 auf 54.5 Prozent geschätzt. Damit liegt sie 11.6 Prozentpunkte unterhalb der männlichen Erwerbsquote (welche 66.1 Prozent beträgt). Allerdings ist diese Lücke niedriger als der globale Durchschnitt von 26.7 Prozentpunkten.

»Längerfristiger Trend hin zu einer steigenden Ungleichheit«

OECD-Beschäftigungsausblick, 13.6.2017

Seit der Wirtschaftskrise 2008 verzeichnen sowohl OECD- als auch Nicht-OECD-Länder ein geringeres Wachstum als vor der Krise. Tatsächlich beläuft sich der kumulierte Verlust bei der Pro-Kopf-Leistung im OECD-Raum im Vergleich zur Entwicklung vor der Krise auf rund 50% des jährlichen Pro-Kopf-BIP.

»Die Erneuerbaren werden das Energiesystem grundlegend transformieren«

Studie des Thinktanks Agora Energiewende, 14.6.2017

Die Energie- und Klimapolitik ist traditionell geprägt von zwei widersprüchlichen Weltsichten: Die eine hält wirtschaftlichen Erfolg und Klimaschutz für Gegensätze, die andere sieht Klimaschutztechnologien als Motor für wirtschaftlichen Erfolg im 21. Jahrhundert.

»Der Präsident sagte mir, er brauche Loyalität«

Stellungnahme des früheren FBI-Chefs James Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senates, 8.6.2017 (engl. Originalfassung)

"The President and I had dinner on Friday, January 27 at 6:30 pm in the Green Room at the White House. The President began by asking me whether I wanted to stay on as FBI Director, which I found strange because he had already told me twice in earlier conversations that he hoped I would stay, and I had assured him that I intended to.

»Wir brauchen eine gesamteuropäische Friedensordnung«

Memorandum 2017 der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft, 2.5.2017

Viele Hoffnungen, die sich mit dem Ende des Kalten Krieges verbanden, haben sich nicht erfüllt, auch nicht die Hoffnung auf eine gesamteuropäische  Friedensordnung, wie sie in der Charta von Paris und mit der Gründung der OSZE angelegt war.

»Eine Rohstoffwende ist unbedingt notwendig«

Bericht des Öko-Instituts, 18.5.2017

Die Menschen verbrauchen global betrachtet abiotische Rohstoffe seit vielen Jahrzehnten erheblich schneller, als sie über geologische Prozesse über Tausende oder gar Millionen Jahre wieder natürlich bereitgestellt werden können. Weltweit nehmen die Konflikte um „einfache“ Rohstoffe wie z.B. Sand zu.

»Es gilt, einen neuen Kalten Krieg durch eine neue Entspannungspolitik zu verhindern!«

Erklärung von Horst Teltschik für die Initiative »Neue Entspannungspolitik Jetzt« zum 72. Tag der Befreiung Europas vom Faschismus, 8.5.2017

Seit 72 Jahren können wir den Tag der Befreiung Europas vom Faschismus feiern, da am 8.Mai 1945 Nazi-Deutschland die Kapitulationsurkunde unterzeichnete. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug in Westeuropa die Zusammenarbeit ehemaliger „Erzfeinde“ in der Europäischen Gemeinschaft zu Frieden und Wohlstand bei.

»Frankreich und Deutschland: Europa gemeinsam voranbringen!«

Aufruf von WeMove.EU, 5.5.2017

Im ersten Wahlgang des französischen Wahlkampfes hat sich Macron mit einer klaren pro-europäischen Haltung durchsetzen können - aber mehr als 45 Prozent haben auch anti-europäisch abgestimmt: auch gegen eine deutsche Hegemonie in Europa.

»Glyphosat: Kann man noch von der Unabhängigkeit der Zulassungsbehörden sprechen?«

Stellungnahme von LobbyControl, 27.4.2017

Glyhphosat steht derzeit auf dem Prüfstand, weil der Verdacht besteht, dass es krebserregend ist. In den USA und in Europa wurden bei der Prüfung des Pestizids von den zuständigen Zulassungsbehörden einseitig Studien der Hersteller selbst zu Rate gezogen – die kommen zum Ergebnis, dass Glyphosat unbedenklich ist.

»Auch in demokratischen Ländern hat sich die Lage für Journalisten verschlechtert«

Bericht von Reporter ohne Grenzen, 26.4.2017

Medienfeindliche Rhetorik führender Politiker, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zu einer Verschlechterung der Lage für Journalisten und Medien weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor, die Reporter ohne Grenzen am 26. April veröffentlicht hat.

»Die Schadstoffemissionen bei Diesel-PKWs sind um ein Drittel höher als bisher angenommen«

Studie im Auftrag des Umweltbundesamts, 25.4.2017 (engl. Originalfassung)

Diesel-PKW überschreiten die Euro-Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NOx) auf der Straße noch deutlich stärker als bislang angenommen. Ging man für das Jahr 2016 bislang von 575 mg NOx/km aus, liegt nun die Diesel-Pkw-Flotte in Deutschland bei durchschnittlich 767 mg NOx/km. Das ergaben neue Berechnungen für das Umweltbundesamt (UBA).

»Die Militärausgaben nehmen weltweit zu«

Studie des Stockholm International Peace Research Institute, 24.4.2017 (engl. Originalfassung)

Total world military expenditure rose to $1686 billion in 2016, an increase of 0.4 per cent in real terms from 2015, according to new figures from the Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Military spending in North America saw its first annual increase since 2010, while spending in Western Europe grew for the second consecutive year. [...]

»Alle Zeichen stehen auf Kohleausstieg«

Studie des NABU, 24.4.2017

Für das Erreichen des deutschen Klimaschutzziels, die Treibhausgas (THG) Emissionen bis 2050 um 80-95 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu reduzieren, ist eine weitreichende Dekarbonisierung der Energieversorgung und insbesondere der Stromerzeugung erforderlich.

»Flüchtlingskinder sind besonders oft von Armut betroffen«

Studie des WSI der Hans-Böckler-Stiftung, 18.4.2017

Deutschland hatte in den vergangenen Jahren einen hohen Flüchtlingszustrom zu verzeichnen. 2015 war der Höhepunkt dieser Entwicklung. Gleichzeitig hat die Kinderarmut wieder etwas zugenommen: Sie stieg von 19,0 Prozent im Jahr 2014 auf 19,7 Prozent im Jahr 2015.

»Keine Chancengleichheit beim Verfassungsreform in der Türkei«

Stellungnahme der Wahlbeobachter des Europarats, 17.4.2017 (engl. Originalfassung)

“On referendum day there were no major problems, except in some regions, however we can only regret the absence of civil society observers in polling stations,” said Cezar Florin Preda, Head of the delegation from the Parliamentary Assembly of the Council of Europe. “In general, the referendum did not live up to Council of Europe standards.

»Globalisierter Freihandel braucht auch staatliche Regelungen«

Bericht des IWF, WTO und der Weltbank, 10.4.2017 (engl. Originalfassung)

The role of trade in the global economy is at a critical juncture. Increased trade integration helped to drive economic growth in advanced and developing economies in the latter part of the 20th century.