Dokumente zum Zeitgeschehen

Dokumente zum Zeitgeschehen

»Unsere Europäische Union befindet sich in einer existenziellen Krise«

Rede zur Lage der Union von Jean-Claude Juncker, 14.9.2016

Herr Präsident,
sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
vor einem Jahr stand ich hier und habe Ihnen gesagt, dass unsere Union in keinem guten Zustand ist –, dass es an Europa fehlt in dieser Union und an Union fehlt in dieser Union.
Ich werde mich heute nicht hinstellen und Ihnen sagen, dass nun alles in Ordnung ist.
Denn das ist es nicht.

»Das Bildungsniveau der Eltern beeinflusst die Schulwahl ihrer Kinder«

Studie des Statistischen Bundesamts, 8.9.2016

Das Bildungsniveau der Eltern beeinflusst nach wie vor die Wahl der weiterführenden allgemeinbildenden Schule für Kinder. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltbildungstages am 8. September mitteilt, besuchten Kinder unter 15 Jahren, deren Eltern selbst einen hohen Bildungsabschluss haben, im Jahr 2015 mehrheitlich das Gymnasium (61%).

»Ein schlechtes Betriebsklima macht krank«

Studie der AOK, 12.9.2016

Eine schlechte Unternehmenskultur geht mit einem deutlich höheren gesundheitlichen Risiko für Mitarbeiter einher, lautet das Ergebnis einer Befragung unter rund 2.000 Beschäftigten im aktuellen Fehlzeiten-Report 2016 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

»Die Kinderarmut in Deutschland steigt weiter«

Studie der Bertelsmann Stiftung, 12.9.2016

Trotz guter Wirtschaftslage wuchsen 2015 bundesweit 14,7 Prozent der Kinder unter 18 Jahren in Familien auf, die Hartz IV beziehen. Im Vergleich zu 2011 ist das ein Anstieg um 0,4 Prozent.

»Der Erfolg der Schuldenbremse beruht in weiten Teilen auf glücklichen Zufällen«

Studie der Hans-Böckler-Stiftung, 25.8.2016

Die durchgeführte Analyse stellt die Schuldenbremse als Erfolgsmodell für den Bundeshaushalt weitgehend in Frage: Die permanente Übererfüllung der Vorgaben fiel der Finanzpolitik insbesondere durch positive Überraschungen bei den Steuereinnahmen und den Zinszahlungen gleichsam in den Schoß.

»Afrikanische Elefanten sind von Ausrottung bedroht«

Great Elephant Census, 31.8.2016 (engl Originalfassung)

African elephants (Loxodonta africana) are imperiled by poaching and habitat loss. Despite global attention to the plight of elephants, their population sizes and trends are uncertain or unknown over much of Africa. To conserve this iconic species, conservationists need timely, accurate data on elephant populations.

»Prekäre Beschäftigung hat stark zugenommen«

Kleine Anfrage von Jutta Krellmann u.a. (die LINKE), 24.8.2016

Der Anteil der Erwerbstätigen ohne deutsche Staatsbürgerschaft mit einer unbefristeten Vollzeitstelle sank in den letzten 20 Jahren von 74,3 Prozent (1995) auf 55,9 Prozent (2015). Demgegenüber hat sich ihr Anteil bei der atypischen Beschäftigung im gleichen Zeitraum nahezu verdoppelt (1995: 16,4%  2015:31,9%).

»Palmöl erweist sich als schwer ersetzbar«

Studie des WWF, 30.8.2016

Die Welt hat Hunger auf Palmöl. Und diese Begehrlichkeit hat erhebliche Folgen. So werden für den Palmölanbau in großem Ausmaß Regenwälder gerodet, bedrohte Arten wie der Orang-Utan vertrieben und Landnutzungsrechte missachtet. Mittlerweile erstreckt sich der Anbau von Palmöl auf eine Fläche von über 17 Mio.

»Globale Jugendarbeitslosigkeit steigt 2016«

Studie der International Labour Organization, 24.8.2016 (engl. Originalfassung)

The ILO’s World Employment and Social Outlook 2016, Trends for Youth  report shows that as a result, the global number of unemployed youth is set to rise by half a million this year to reach 71 million – the first such increase in 3 years.

»Die AfD hat bereits eine Stammwählerschaft«

Studie des DIW, 24.8.2016

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist drei Jahre nach ihrer Gründung in acht deutschen Landtagen vertreten. Die mit europa-kritischem und national-konservativem Profil gegründete Partei hat sich sowohl programmatisch als auch personell stark verändert und ähnelt zunehmend anderen rechtspopulistischen Parteien in Europa.

»Muslimfeindlichkeit in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet«

Studie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, 18.8.2016

Wie haben sich muslimfeindliche Einstellungen in den vergangenen Jahren entwickelt? Welche Unterschiede gibt es zwischen einzelnen Bundesländern? Und wie wirken sich Alter und Geschlecht auf Muslimfeindlichkeit aus? Diese Fragen haben Forscher am Bielefelder "Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung" in zwei Studien untersucht.

»Extreme Gewalt gegen Geflüchtete in Libyen«

Bericht von Ärzte ohne Grenzen, 27.7.2016

Unabhängig von ihrem Herkunftsland oder der Fluchtursachen haben fast alle aus dem Mittelmeer Geretteten zuvor Libyen durchquert. Ärzte ohne Grenzen war 2015 erstmals mit mehreren Rettungsschiffen im Mittelmeer im Einsatz, um Bootsflüchtlinge aus Seenot zu retten und sie medizinisch zu versorgen.

«Der Mindestlohn hat kaum zu Entlassungen geführt«

Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 17.8.2016

Die Einführung des Mindestlohns hat nur in seltenen Fällen zu Entlassungen geführt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach gaben nur 4,7 Prozent der befragten Betriebe an, sich wegen des Mindestlohns von Mitarbeitern getrennt zu haben. 2,4 Prozent der Firmen hätten entsprechende Pläne.

»Schwere Folter in syrischen Gefängnissen«

Bericht von Amnesty International, 18.8.2016

Der neue Amnesty-Bericht "'It breaks the human': Torture, disease and death in Syria's prisons" belegt anhand der Aussagen von 65 Folter-Überlebenden das erschreckende Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in den Haftanstalten der syrischen Geheimdienste und in den Gefängnissen der syrischen Regierung.

»Dieser Juli war der wärmste, der je verzeichnet wurde«

Bericht der US-Raumfahrtsbehörde, 16.8.2016

Der Juli war im globalen Durchschnitt der wärmste, der je registriert wurde, seit im Jahr 1880 die globalen Wetteraufzeichnungen begannen. Laut der Auswertung der US-Raumfahrtbehörde Nasa handelt es sich außerdem um den zehnten Rekordmonat in Folge.

»Klimawandel erhöht die Gefahr bewaffneter Konflikte.«

Studie des PNAS, 16.8.2016 (engl. Originalfassung)

Ethnic divides play a major role in many armed conflicts around the world and might serve as predetermined conflict lines following rapidly emerging societal tensions arising from disruptive events like natural disasters. We find evidence in global datasets that risk of armed-conflict outbreak is enhanced by climate-related disaster occurrence in ethnically fractionalized countries.

»Schlechte Wohnbedingungen kosten die EU-Staaten 194 Mio. Euro pro Jahr«

Studie des Eurofound, 8.8.2016 (engl. Originalversion)

Inadequate and poor housing is costing EU economies nearly €194 billion per year in terms of both direct costs associated with healthcare and related medical or social services, as well as indirect costs such as lost productivity and reduced opportunities.

»Die wirtschaftlichen Folgen des Brexit werden auch in zwei Jahren noch spürbar sein«

Studie des DIW, 10.8.2016

DIW-Forscher zeigen, dass die durch das Brexit-Votum ausgelöste wirtschaftliche Unsicherheit der europäischen und deutschen Wirtschaft in beträchtlichem Maße schaden könnte und wohl auch zwei Jahre später noch bemerkbar sein wird – Deutsche Wirtschaft vor allem von sinkenden Unternehmensinvestitionen betroffen – Politik sollte auch daher stärkere