Autorinnen und Autoren Johannes M. Becker

Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Johannes M. Becker.

Johannes M. Becker in den »Blättern«

Abschied von der Arroganz der Macht

Nun regiert die Linkskoalition aus Sozialisten (PS) Kommunisten (PCF), Grünen (Verts) und Bürgerbewegung (MDC) seit über einem halben Jahr in Paris. Und sie hat ihre Kritiker durch eine Vielzahl von Aktivitäten in die Defensive gedrängt, ihre Gegner durch die neue Art und Weise, Politik zu machen, teilweise zur Sprachlosigkeit verurteilt.

Erbfolgestreit mit Überraschungen

In Frankreich finden im Frühjahr 1995 Präsidentschaftswahlen statt. Die konservativen Parteien scheinen das Rennen bereits gemacht zu haben. Nur noch interne Streitigkeiten oder aber eine Zusammenballung der durchaus vielfältigen sozialen Proteste der vergangenen Monate können ihnen den Weg verlegen. Erstgenanntes scheint dabei wahrscheinlicher.

Frankreich: Neue Gesichter von gestern

Im vergangenen Winter saß ich in der Eisenbahn mit Ziel Paris. Mitten in Lothringen hielt der Zug in einem für mich bis dahin unbedeutenden Ort. Und er hielt länger als gewohnt. Nach etwa 15 Minuten sprach der Fahrdienstleiter durch den Lautsprecher, daß der Eurocity nach Paris in Bar-le-Duc mindestens eine Stunde Aufenthalt habe.

Was wird aus den Wissenschaftlern im Osten?

Über die Abwehrkämpfe gegen die Versuche, Heinrich Fink, den Rektor der Berliner Humboldt-Universität, stellvertretend für die Intelligenz der Ex-DDR mit Hilfe des Stasi-Syndroms zu demontieren, sind zwei Fragen in den Hintergrund gerückt bei der Beschäftigung mit dem akademischen Wesen in Deutschlands Osten.

Selbstentmachtung.

Anfang März schrieb der Philosoph Christian Meier in seinem "Plädoyer für mehr Großzügigkeit - Wie das Lernen blockiert wird" in der FAZ: "Man mag auf die Dauer fürchten, daß die Not - und die Wut - in Ostdeutschland sich zu heftigen Reaktionen zusammenballt.

Standfest

Der Umbruch in der DDR und der deutsch-deutsche Vereinigungsprozeß trafen Frankreich völlig unvorbereitet. Keines der politischen Lager steht der überfallartigen Entwicklung uneingeschränkt positiv gegenüber, auch wenn sich Paris heute den "faits accomplis" gefügt hat.