Zum 70. Geburtstag der »Blätter« in diesem Jahr verstärken wir unseren Herausgeberkreis mit neuen Köpfen. An dieser Stelle freuen wir uns sehr, die acht neuen Herausgeberinnen und Herausgeber vorstellen zu dürfen.
Startseite der »Blätter«
Erfahrung der Freiheit: Die Kinder von Tschernobyl
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl traf die armen Regionen in Belarus besonders hart. Gut eine Million Kinder aus den verstrahlten Gebieten konnten über humanitäre Programme jahrelang ein paar Wochen in anderen europäischen Ländern verbringen.
15 Jahre nach dem GAU: Nichts gelernt aus Fukushima?
15 Jahre nach der Katastrophe von Fukushima scheinen die Risiken der Kernenergie im öffentlichen Bewusstsein zu verblassen. In vielen Ländern wird einer »nuklearen Renaissance« das Wort geredet.
Aktuelle Ausgabe Mai 2026
In der Mai-Ausgabe zeigen Alexander Cooley und Daniel Nexon, wie die Trump-Regierung ihre geopolitische Macht systematisch in privaten Gewinn ummünzt – zum Schaden für Rechtsstaat und Demokratie. August Pradetto plädiert für eine entschiedene – auch rhetorische – Verteidigung des Völkerrechts gegenüber der wachsenden Gruppe jener Staaten, die auf die Macht des Stärkeren setzen. Klaus Naumann beleuchtet die Debatte um die Wehrpflicht und fragt, wie sich der Frieden in Europa künftig verteidigen lässt. In einer Welt, in der Heimatverlust zu einer universellen Erfahrung geworden ist, sucht Ece Temelkuran nach neuen Formen von Gemeinsamkeit und Handlungsmacht. Antje Schrupp zeigt, wie rechte Frauen mit traditionalistischen Frauenbildern den autoritären Aufstieg befördern. Sonja Peteranderl warnt vor den Risiken von Zyklus-Apps in Zeiten des Rechtsrucks. Inken Behrmann beleuchtet den auch hierzulande längst entbrannten Kampf um die immer knapper werdende Ressource Wasser. Markus Wissen sieht im radikalen Reformismus eine Strategie gegen den Krisenkapitalismus. Und Karin König erinnert an den Film »Die Mörder sind unter uns« als Schlüsselwerk der deutschen Nachkriegsgeschichte und die Biografie seines Hauptdarstellers Ernst Wilhelm Borchert.
Knapp und kommerzialisiert: Der Kampf ums Wasser
Wasserknappheit – das scheint für viele noch immer eine Frage anderer Kontinente zu sein. Das ist ein Irrtum, denn angesichts der Klimakrise verschärft sich auch hierzulande vielerorts der Wassermangel.
Die Kunst der Bricolage
Der Ausweg aus der dramatischen Doppelkrise aus fortschreitender Klimaerwärmung und schwindender Biodiversität muss ein schrittweises Handeln sein, das ökologische Modernisierung und radikalen Systemwandel gleichzeitig verfolgt.
Zwischen Utopie und Resignation
Niemand kann genau wissen, welche Klimabedingungen am Ende des 21. Jahrhunderts herrschen werden, doch so viel ist klar: Es sollten konkrete Maßnahmen ergriffen werden, die gemeinwohlorientiertes Handeln fördern.
Krieg im Sudan: Gold, Land, Geopolitik
Seit nunmehr zwei Jahren kämpfen im Sudan das Militär der Sudan Armed Forces unter General Abdelfattah al-Burhan und die paramilitärischen Rapid Support Forces, angeführt von General Mohamed Hamdan Dagalo, kurz „Hemeti“, verbittert gegeneinander. Die Bilanz des Krieges könnte nicht verheerender sein.
Sudan: Mit Basisdemokratie gegen den Horror des Krieges
Wenn Mohamed al-Tahir das Internet benutzen will, braucht er das Weltall. Genauer gesagt: eine Verbindung über Starlink, das Satellitennetzwerk des US-amerikanischen Milliardärs Elon Musk.
In den Medien
Dokumente
»Es gibt Anzeichen dafür, dass wohlhabende Personen nicht ihren Teil zur Finanzierung der europäischen Sozialstaaten beitragen«
Pressemitteilung zur Studie »Wealth taxation, including net wealth, capital and exit taxes« von der Europäischen Kommission, 15.4.2026 (engl. Original)
»Der Umwelteffekt des Deutschlandtickets entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen durch den privaten Pkw-Verkehr um etwa drei Prozent«
Zwischenbericht vom infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft, 14.4.2026
»Es braucht konkrete Schritte, um die Menschen im Sudan besser zu schützen und einem Ende des Krieges näherzukommen«
Pressemeldung vom Deutschen Sudan-Netzwerk, 13.4.2026
»Wer nur an der Zapfsäule entlastet, hat den Umfang der Krise noch nicht erfasst«
Pressemitteilung des Paritätischen Gesamtverbandes, 13.4.2026
»Wer heute wegschaut oder jenen applaudiert, die die Geschichte umschreiben wollen, macht sich mitschuldig«
Rede von Hape Kerkeling zur Gedenkfeier zum 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald, 12.4.2026
Zurückgeblättert
Vor 20 Jahren behandelten zwei große Intellektuelle und »Blätter«-Herausgeber die zentralen Herausforderungen ihrer und auch unserer Zeit: Norman Birnbaum in »Gefangene der eigenen Allmachtphantasien« die Tragik der »imperialen Präsidentschaft« in den USA und Jürgen Habermas in »Ein avantgardistischer Spürsinn für Relevanzen« die aufklärerische Rolle des Intellektuellen.
Edition Blätter
Jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage!
Ein historischer Untoter ist zurück. Heute reicht es nicht mehr, vor dem erstarkten Rechtspopulismus zu warnen. Vielmehr droht eine viel größere Gefahr: die Wiederkehr des Faschismus in modernisierter Form. Trump, Putin, Höcke und andere Autoritäre verbindet bei allen Unterschieden eins: der radikale Angriff auf die Demokratie. Das vorliegende Buch analysiert den globalen Rechtsruck und fragt nach Gegenstrategien.
Mit Beiträgen von Seyla Benhabib, Micha Brumlik, Norbert Frei, Oskar Negt, Ágnes Heller, Jürgen Habermas, Paul Mason, Arundhati Roy, Luiz Ruffato, Irina Scherbakowa, Quinn Slobodian, Rebecca Solnit, Timothy Snyder und vielen anderen.