Ausgabe März 1994

Chronik des Zeitgeschehens

Chronik vom 6.Januar bis 5.Februar 1994

7.1. - N a h e r O s t e n. Jordanien und die Palästinensische Befreiungs-Organisation (PLO) einigen sich auf Prinzipien für die künftige Kooperation in der Wirtschafts-, Geld- und Währungspolitik. Eine entsprechende Vereinbarung bezeichnet den Gazastreifen und Jordanien als einen gemeinsamen Markt. - Am 10.1.

Dokumente zum Zeitgeschehen

Jenseits von Bonn - Amerika und die Berliner Republik

Die Zukunft der amerikanisch-deutschen Beziehungen war Gegenstand einer beim Washingtoner Carnegie Endowment for International Peace angesiedelten, mit Wissenschaftlern und Politikvertretern besetzten Study Group on Germany, darunter Ronald D. Asmus von der RAND Corporation, C.

Jenseits von Bonn (II): Erklärung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Erhard Diepgen, vor dem Berliner Abgeordnetenhaus am 27. Januar 1994 (Auszüge)

Am 14. Januar 1994 wurde der Umzug von Regierung und Parlament in die deutsche Hauptstadt Berlin bis zum Jahre 2000 festgeschrieben. Es wurde Wort gehalten. Das war ein wertvoller Beitrag zur politischen Glaubwürdigkeit Deutschlands. Es war auch ein Erfolg der behutsamen, beharrlichen und beständigen Politik des Berliner Senats. Für Berlin war das ein Tag, der nach dem 20.

Kommentare

Grün- oder Schwarzrot

Meldungen zum Beginn des Wahlmarathons 1994: CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Schäuble fordert, gegen w e l t w e i t e Wanderungsbewegungen die Bundeswehr i m I n n e r n einzusetzen. Niedersachsens SPD-Chef Johann Bruns erklärt, die Niedersachsen-Wahl am 13. März sei keine Testwahl für Bonn. - So hätten sie es gern.

Europa, von Washington aus betrachtet

Zu einer kritischen Sicht der Weltlage und der Clinton-Außenpolitik trafen sich Ende Januar in Washington die ehemaligen Außenministers James Baker, Alexander Haig, Edmund Muskie und William Rogers. Das in Atlanta ansässige Southern Center for International Studies (SCIS) hatte zu dieser traditionellen Runde eingeladen, die diesmal im State Department tagte 1).

Unamerikanische Gewalt

Was John Wayne wohl nicht gewußt hat, hat Präsident Clinton im Januar in seiner "Rede zur Lage der Nation" verkündet: Gewalt ist unamerikanisch. "The problem of violence is an un-American problem", sagte er. Und das bedeutet: Im Kampf gegen Gewalt, d.h.

Analysen und Alternativen

Netzwerk politischer Kommunikation in einer heterogenen Welt

Am 19. November 1990 unterzeichneten in Paris Vertreter derjenigen KSZE-Teilnehmerstaaten, die in den Militärbündnissen NATO oder Warschauer Pakt eingebunden waren, die "Gemeinsame Erklärung von zweiundzwanzig Staaten". In diesem knappen Text wurde die gegenseitige militärische Bedrohung für obsolet erklärt.

Unheilige Allianzen

Die gegenwärtige Krise in Algerien ist komplexer als es die meisten, auf tagespolitische Sensation zielenden Medien zu vermitteln vermögen. Das nordafrikanische Land erlebt nicht allein den Konflikt zwischen einer anscheinend stark vom Volk unterstützten islamistischen Strömung und den sich hinter einem Militärregime verschanzenden Resten des alten Einparteiensystems.

Willy Brandts Ostpolitik und die Detente

"Das Etikett 'Ostpolitik' sagt mir nicht zu Das Wort ist vorbelastet." Willy Brandt *) Wird sich das Bild des SPD-"Zuchtmeisters" Herbert Wehner demnächst "noch labyrinthischer und gequälter" gestalten, wie der britische Historiker Timothy Garton Ash vermutet 1)? So könnte es kommen.

Lektüren & Lektionen

Aller Gehorsam ruht im Grunde auf Meinung

Im Jahre 1989 schien es so, als würde sich ereignen, was Hannah Arendt spätestens seit 1956 erwartet hatte. Für dieses Ereignis gab es außer der gescheiterten ungarischen und den vielen ebenfalls gescheiterten Räteregierungen der europäischen Revolutionen des 18., 19. und 20.

Medienkritik

Klamotten-Moral

Seit Wochen schleicht er mitleidserregend durch die Lindenstraße, der idealistische Lehrer mit der Sammelbüchse für die bosnischen Flüchtlingsfrauen.

Umweltinformation

Wirtschaftsinformation

Der Rover-Deal von BMW

Im Juli 1993 verkündete Bernd Pischetsrieder, der neue Vorstandsvorsitzende der BMW AG, auf einer Pressekonferenz seines Unternehmens, "daß wir Wachstum nicht als Unternehmensziel definieren.