Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Wolfgang Fach.

Wolfgang Fach in den »Blättern«

Rand und Band

Am 22. September ist etwas schief gelaufen: Die Falschen haben gewonnen. Und den Richtigen läuft jetzt die Galle über. Diese Wahl sei durch Betrug entschieden worden, heißt es - eine Untersuchung soll der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen.

Partout Preußen

Preußen sei eine "kostbare geistige Provinz Deutschlands", meint Wolf Jobst Siedler. Deswegen wird sein 300. Geburtstag gefeiert, einen anderen Grund gibt es nicht. Alles übrige ist entweder "vergessen" (Siedler) oder "zerbrochen" (Johannes Willms) oder hat sich "verfinstert" ("Der Spiegel").

Könige mit (nur) einem Körper

"Tangentopoli" - von tangenti, Schmiergelder - hieß in der italienischen Öffentlichkeit schon früh die Affäre, die in der ersten Hälfte der 90er Jahre im Gefolge staatsanwaltlicher Korruptionsaufklärung das Parteiensystem des Landes durcheinanderwirbelte und zum Untergang der Democrazia Cristiana ebenso wie der von ihr dominierten Ersten Republik führte.

Die zerstreute Republik

In jüngster Zeit ist sie bedenklich angeschwollen - die Klage über den Zustand unserer Republik. Und ein ums andere Mal kehrt man auf das große Ärgernis zurück: daß wir in einer blockierten Gesellschaft leben, deren Akteure nicht mehr imstande sind, existentielle Reformen durchzusetzen.

Vergangene Zukunft

Seit ihren Anfängen hat die Kritik am Sozialstaat immer wieder drei irreparable Schwächen moniert: perverse Folgen, prohibitive Kosten und verpuffende Effekte. 1) In der Summe sind diese Mängel so gravierend, daß man sich unwillkürlich fragt, warum es ihn denn überhaupt (noch) gibt.

Volkes Stimmen

Die Politik des „Populismus“ will (endlich) das „Volk“ zu Wort kommen lassen.1 Ein Volk, dessen Stimme unhörbar geworden ist, weil seine Repräsentanten alles besser wissen: Sie sind Experten des Gemeinwohls, können komplizierte Zusammenhänge durchschauen, respektieren sachliche Zwänge, beachten ferne Folgen, treffen verantwortungsbewußte En

Die richtige Dosis Parteilichkeit

Das "Superwahljahr" geht unaufhaltsam seinem Höhepunkt entgegen: der Bundestagswahl. Zum achtzehnten Male werden sich dann die Menschen draußen im Lande zwei Fragen gestellt haben: Erstens, ob es überhaupt rational sei, zu wählen; und zweitens, welcher Partei sie gegebenenfalls ihre Stimme geben sollen.

Amerika - Bilder und Spiegelbilder

„Gerade jetzt, wo die Ergebnisse der Lesetests nach oben gehen!", ruft der Mann aus Manhattan seinem Fluchtgenossen zu, beide inmitten panisch davonstürzender Passanten, in deren Verfolgung ein hochhausgroßer Dinosaurier daran geht, den Straßenzug zu demolieren.