Rettet die Dosen!
Das Wissenschaftsblatt „Nature“ macht sich Sorgen – nur weil die Müllberge wachsen und wachsen.
Das Wissenschaftsblatt „Nature“ macht sich Sorgen – nur weil die Müllberge wachsen und wachsen.
Viel ist derzeit die Rede von qualitativem oder auch grünem Wachstum (green growth).[1] Hinter all diesen Strategien verbirgt sich ein Wunsch: am weiteren Wachsen des Volkseinkommens und den bestehenden ökonomischen Rahmenbedingungen festhalten zu können und zugleich Umweltsch
So unterschiedlich die Entwürfe alternativer Wirtschaftsformen – von Grüner Ökonomie über Postwachstum bis hin zur Solidarischen Ökonomie – auch sind, so eint sie doch ihr Schweigen zur Frage der Geschlechtergerechtigkeit, kritisiert die Politikwissenschaftlerin Christine Bauhardt.
Bitter. Anders kann man das Ergebnis der Bundestagswahl 2013 aus grüner Sicht nicht bewerten. Die Merkel-Union triumphiert. Wir, die Bündnisgrünen, sind weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die große Chance auf einen echten Politikwechsel – vertan.
Wir leben in einer „vollen Welt“. Das war schon vor längerer Zeit der Befund des US-Ökonomen Herman Daly.
Die Grünen haben bei der Bundestagswahl ein schlechtes Wahlergebnis eingefahren: nur die Hälfte der ihnen noch vor einem Jahr prognostizierten Prozente und nur ein gutes Drittel dessen, was sie 2011 bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Bremen tatsächlich geholt haben.
Genau zwei Jahre nach dem im Sommer 2011 beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie steht die Solarwirtschaft im Interesse der medialen Öffentlichkeit: Viele europäische Solarunternehmen stecken in Insolvenzverfahren; der größte deutsche Solarzellenhersteller „Solarworld“ konnte Anfang August nur knapp gerettet werden – bei herben Verlusten für Aktion
Die Zukunft hat schon begonnen“, das ist der Titel des Buches, mit dem Robert Jungk, der vor hundert Jahren geboren wurde, vor mehr als 60 Jahren berühmt geworden ist. Wir reiten auf einem Zeitpfeil, der uns aus unserer Herkunft in „dunkler“ Vergangenheit in unsere Gegenwart und dann in die „lichte“ Zukunft katapultiert.
Den Auftakt zur diesjährigen 70. Film-Biennale in Venedig machte ein 50 Jahre alter, aber noch immer hochaktueller Film – nämlich „Le mani sulla città“ („Hands over the city“), die restaurierte Fassung von Francesco Rosis berühmter Anklage gegen die gnadenlose Verstrickung von Politik und Wirtschaft im Nachkriegs-Neapel.
In den letzten Ausgaben der „Blätter“ waren Texte von Harald Welzer sowie von Edward und Robert Skidelsky zu lesen,[1] bei denen ich mich eines gewissen Déjà-vu-Gefühls nicht erwehren konnte.
Das Wort vom „historischen Tag“ machte die Runde, als Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) Anfang April euphorisch verkündete, dass in einem parteiübergreifenden Konsens das „letzte strittige Thema des Atomzeitalters einvernehmlich geregelt“ worden sei.
Wer wie ich das Glück hatte, irgendwann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem kapitalistischen Land geboren worden zu sein, ist in einer Welt aufgewachsen, die von der Vorstellung beseelt ist, dass alles immer verfügbar ist und zu sein hat.
Was für ein schönes Bild: Friedlich vereint standen Umweltminister Peter Altmaier von der CDU, der neue niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil und Grünen-Chef Jürgen Trittin vor den Kameras und verkündeten den Kompromiss: Ab heute werde unvoreingenommen nach einem Endlager gesucht.
Verbraucherpolitisch hat das Jahr 2013 regelrecht rekordverdächtig begonnen: Die in den zurückliegenden Jahren bereits gehörig abgehärtete Öffentlichkeit wurde zunächst durch verstecktes Pferdefleisch in Fertiggerichten, dann durch massenhaften Eierbetrug und zuletzt durch Pilzgifte in Tierfutter verstört.
Viele große Denker sagen uns schon seit Langem, Wirtschaftswachstum könne uns nicht glücklich machen.
Glaubt man den Verfechtern der Energiewende, einem der größten Infrastrukturprojekte der Gegenwart, schlägt nun die Stunde der Ingenieure, die dieses Herkulesprojekt im Wesentlichen verwirklichen sollen.
Die aktuelle Energiepreisdebatte zeigt eines ganz deutlich: Die soziale Dimension der Energiefrage drängt mit Wucht auf die Agenda, national wie international. Die Reaktionen der traditionellen Politik auf diese Herausforderung sind zumeist hilflos und kurzsichtig.
Seit der UN-Konferenz von Kopenhagen im Jahr 2009 steckt der globale Klimaschutz in einer tiefen Krise. Dafür sind längst nicht mehr nur die Regierungen, sondern auch die involvierten NGOs verantwortlich. Den Ursachen des Scheiterns und möglichen Auswegen widmen sich die Politikwissenschaftler Philip Bedall und Achim Brunnengräber.
Die rapide Schrumpfung der arktischen Eisdecke stellt heute eine der gravierendsten Naturveränderungen auf dem ganzen Planeten dar, mit schwerwiegenden ökologischen und ökonomischen Folgen. Einerseits verlieren wir mit dem Polareis eines der größten und wichtigsten Ökosysteme der Erde.
Am 17. Februar wählen Ecuadors Bürgerinnen und Bürger einen neuen Präsidenten. Als klarer Favorit gilt der seit 2006 regierende linksgerichtete Amtsinhaber Rafael Correa.
Bereits vor einem Jahr analysierte Harald Schumann die dramatischen Preissteigerungen auf dem globalen Lebensmittelmarkt – und zwar speziell die exorbitant gewachsene Spekulation (vgl. „Blätter“ 12/2011 und 1/2012). Der Umwandlung von Nahrung in Biosprit widmet sich im Folgenden der Politikwissenschaftler Guido Speckmann.
Brasilien, Gastgeber des letzten UN-Nachhaltigkeits-Gipfels und mittlerweile sechstgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, sieht sich als Vorreiter einer „Grünen Ökonomie“.
In der letzten Ausgabe der „Blätter“ analysierte Gerd Rosenkranz, wie Schwarz-Gelb die eigene Energiewende hintertreibt – zugunsten der Energieerzeuger.
Mit der im Sommer 2011 beschlossenen Energiewende hat sich Deutschland ein großes Ziel gesetzt: Bis 2050 soll die annähernde Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien sichergestellt werden.
In der gegenwärtigen Krise scheint es nur drei Ziele zu geben: „Wachstum, Wachstum, Wachstum“. Vom Wachstum wird – egal, ob mit dem Attribut „quantitativ“ oder „qualitativ“ versehen – die Lösung aktueller sozioökonomischer und ökologischer Probleme erwartet.