Thema Technologiepolitik

Kampf ums All: Der Griff nach den Sternen

In Zeiten, in denen die planetarischen Grenzen immer deutlicher erkennbar werden, liegt der Griff zu den Sternen nahe. Allen voran die Unternehmen von Tesla-Gründer Elon Musk und Amazon-Chef Jeff Bezos, SpaceX und Blue Origins, wollen nicht nur den Raumfahrttourismus ankurbeln, sondern in naher Zukunft auch die Ressourcen von Asteroiden ausbeuten.[1] Beide Unternehmen begreifen sich – neben zahlreichen weiteren Start-ups und Forschungseinrichtungen weltweit – als Teil der „New Space“-Bewegung.

TikTok oder: Der digitale Kalte Krieg

Anfang Oktober feierte Instagram seinen zehnten Geburtstag. In digitalen Zeiten ist dies ein stolzes Alter. Und auch die Nutzerzahlen des sozialen Netzwerks können sich sehen lassen: Mehr als eine Milliarde Menschen aus aller Welt teilen dort ihre Fotos und Videos. Dennoch war die Feierlaune im Hause Facebook, das Instagram 2012 aufkaufte, getrübt. Denn schon seit längerem steht weniger Instagram als vielmehr ausgerechnet die aus China stammende Konkurrenz TikTok für den digitalen Zeitgeist.

Twitter vs. Trump: Der gescheiterte Bluff

Endlich kündigen Twitter, Facebook und Co. ihren stillen Pakt mit Trump auf. An ihrem Geschäftsmodell ändert das jedoch wenig. Um die Konzerne zur Verantwortung zu ziehen, braucht es Gesetze.

Der Corona-Schub: Mit Highspeed in die smarte Verwaltung?

Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen unvorbereitet erwischt. Innerhalb weniger Tage mussten deren Beschäftigte, soweit sie es überhaupt konnten, überstürzt ins Home-Office wechseln und ihrer Arbeit mit Hilfe digitaler Werkzeuge von zu Hause nachgehen. Doch nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für den Staat und seine Verwaltung stellt die Coronakrise einen echten Belastungstest dar. Den Großteil der Behörden traf die Pandemie ebenso unglücklich wie die Wirtschaft.

USA gegen Julian Assange: Der Whistleblower als Staatsfeind

Nach mehrjähriger Belagerung kommt es nun zum großen Showdown: Am 24. Februar begann in London der Auslieferungsprozess gegen Julian Assange. Das Verfahren entscheidet nicht nur darüber, ob die britischen Behörden den Wikileaks-Gründer an die USA übergeben müssen, sondern es verhandelt implizit auch den Status all derer, die Fehlverhalten von Unternehmen, Behörden und Regierungen aufdecken. Damit aber kommt dem Prozess richtungsweisende Bedeutung zu.

Biometrische Videoüberwachung: Die neue Hochrisikotechnologie

Mitte Januar deckte die „New York Times“ auf, dass mehrere hundert Ermittlungsbehörden und Privatunternehmen weltweit eine Software namens Clearview nutzen. Diese erlaubt es, Fotos von Personen innerhalb weniger Sekunden zu identifizieren. Mit wenigen Klicks lassen sich die Namen der Gesuchten, ihre Anschrift und berufliche Tätigkeit sowie ihr Freundeskreis ermitteln.[1]

Die klimaneutrale Stadt

Der Klimanotstand ist auch ein Notstand der Stadt. Dass die Klimakrise kein Naturereignis ist, wissen wir. Es handelt sich um ein menschengemachtes Problem, und zwar eines, das Hand in Hand geht mit dem Wachstum unserer industriell-urbanen Welt. Bald schon wird der größte Teil der Weltbevölkerung in Städten leben. Diese wiederum verbrauchen Unmengen von Energie.

VW begrünt? Der Kampf ums Auto

Es ist das jährliche Hochamt der deutschen Autobauer: Vom 11. bis 15. September stellt die Branche in Frankfurt bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) wieder ihre neuesten Modelle vor. Jahrzehntelang war den erfolgsverwöhnten Unternehmen und dem Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) dabei der Beifall des Publikums sicher.

Die trügerische Verheißung

„Der David des Mikrochips“, sagte Ronald Reagan 1989, „wird den Goliath des Totalitarismus zu Fall bringen.“ Er sprach einige Monate vor dem Fall der Berliner Mauer vor tausend britischen Würdenträgern in Londons historischer Guildhall.