Artikel zum Thema Kapitalismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Kapitalismus

»Ohne eine weltweite soziale Bewegung stehen unsere Chancen schlecht«

Rede Noam Chomskys auf der Occupy-Wall-Street-Aktion, 1.11.2011 (engl. Original- fassung)

It's a little hard to give a Howard Zinn Memorial Lecture at an Occupy meeting. There are mixed feelings that go along with it. First of all, regret that Howard is not here to take part and invigorate it in his particular way, something that would have been the dream of his life, and secondly, excitement that the dream is actually being fulfilled. […]

Aus Fremdzwang wird Selbstzwang

Wie das Wachstum in die Köpfe kam

von Harald Welzer (12/2011)

Jede Wachstumsvorstellung setzt voraus, dass sich ein künftiger Zustand durch irgendein „mehr“ gegenüber der Gegenwart auszeichnet. Die Vorstellung vom Wachstum erfordert also eine Vorstellung von Zukunft. Das aber ist eine Kategorie, die – so seltsam das heute erscheinen mag – bis in das 17. Jahrhundert hinein weitgehend inexistent war. […]

Die Grenzen des Kapitalismus

Eine demokratische Wirtschaftslogik denken

von Ellen Meiksins Wood (12/2011)

Der globale Kapitalismus durchlebt gerade seine tiefste Krise seit der Großen Depression. Und obwohl antikapitalistische Bewegungen, wie sie noch vor einigen Jahren aktiv waren, mehr oder weniger verschwunden sind, gibt es derzeit, wie die Proteste in Griechenland, Spanien, Frankreich und Italien zeigen, einige Anzeichen für neue oppositionelle Kräfte. […]

»Wir leben nicht in der besten aller Welten: Wir dürfen nicht nur, wir sollten über Alternativen nachdenken.«

Rede des Philosophen Slavoj Žižek auf der Occupy-Wall-Street-Aktion, 9.10.2011 (engl. Transskript)

We are all losers, but the true losers are down there on Wall Street. They were bailed out by billions of our money. We are called socialists, but here there is always socialism for the rich. […]

Das Brot an den Börsen: Wetten auf Hunger

von Harald Schumann (12/2011)

Das Leid ist unendlich groß. Rund eine Milliarde Menschen weltweit können sich nicht ausreichend ernähren, weil sie nicht über genügend Geld verfügen, um die benötigten Nahrungsmittel zu kaufen. Unterernährung und die dadurch verursachten Krankheiten sind in mehr als 40 Ländern der Erde noch immer die häufigste Todesursache. […]

Bankenrettung als Farce

von Lucas Zeise (11/2011)

Wir sind wieder da, wo wir drei Jahre zuvor auch schon waren. Die Banken müssen abermals mit sehr viel staatlichem Geld vor dem Untergang gerettet werden. Das sagte fast beiläufig unsere sonst so sparsame Kanzlerin nach einem Besuch bei Kommissionspräsident José Manuel Barroso. […]

Die Chance der Krise: Vermögensteuer jetzt!

von Nicola Liebert (11/2011)

Ausgehend von den USA, aber inzwischen auch in Europa ist unter dem Motto „Occupy Wall Street“ endlich die dringend erforderliche Bewegung herangewachsen, die sich gegen die Macht der Banken und Finanzmärkte wehrt. […]

Kidnapper hinterm Bankschalter

von Uli Gellermann (11/2011)

Bei Kidnapping weiß jeder, was er zu tun hat: Er ruft die Polizei, den Staatsanwalt, die Gerichte – kurz: den ganzen Staatsapparat. Schließlich ist Eile ist geboten und Verbrechen sollten sich nicht lohnen, sondern bestraft werden. […]

»Die wichtigste Bewegung der Welt«

Rede der Journalistin Naomi Klein auf der Occupy-Wall-Street-Aktion, 6.10.2011

Ich liebe Euch. […]

Kapitalismus versus Demokratie

Vom Widerspruch der bürgerlichen Gesellschaft

von Gerhard Kraiker (10/2011)

Dass die ökonomische Krise des Jahres 2008 nicht die definitiv letzte kapitalistische Krise sein würde, war bereits im Augenblicke ihres Aufbrechens klar. Wie dramatisch sie sich aber binnen nur dreier Jahre entwickeln würde, sahen nur die Wenigsten voraus. Denn damals, immerhin, demonstrierten die kapitalistischen Akteure Lernbereitschaft. […]

Effizienz versus Suffizienz: Das grüne Schisma

von Reinhard Loske (8/2011)

Der von einer großen Mehrheit getragene Beschluss des Bundestages, bis 2022 aus der Atomkraft auszusteigen, zeigt, dass ökologische Forderungen heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. […]

Das Recht auf die Stadt

von Andrej Holm (8/2011)

Unter dem Stichwort „Right to the City“ – „Recht auf die Stadt“ – konstituieren sich weltweit neue städtische Protestbewegungen, die gegen die neoliberale Hegemonie eigene Ansprüche an den städtischen Entwicklungen einfordern. […]

Auf der Suche nach dem Gemeinsamen

Überlegungen zur Zukunft der pluralen Linken

von Benjamin Mikfeld (8/2011)

Wir schreiben das Jahr Zwei nach dem Höhepunkt der schwersten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Von einer „Zeitenwende“ war die Rede angesichts des offenkundigen Versagens der Ideologie des ungezügelten Marktes, die der politischen Linken das Leben seit rund 40 Jahren schwer gemacht hat. […]

Jenseits von Karikatur und Travestie: Marx im 21. Jahrhundert

von Volker Gransow (6/2011)

Das Böse – ziemlich selten. Karl Marx – weitgehend im Recht. Wie das? War und ist nicht das Böse ubiquitär, „von Adam und Eva bis hin zu Abu Ghraib“ (John Banville) oder gar bis zu den Schüssen von Abbottabad im Mai 2011? […]

Die Postwachstumsgesellschaft

von Tim Jackson (6/2011)

Die Gesellschaft steckt in einer Zwickmühle. Dem Wachstum abzuschwören bedeutet, einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenbruch zu riskieren. Hemmungsloses Streben nach Wachstum heißt jedoch, die Ökosysteme zu gefährden, von denen langfristig unser Überleben abhängt. […]

»It is time for the financial sector to give something back to society«

Appell von 1000 Ökonomen zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer, 13.4.2011

Dear G20 Finance Ministers and Bill Gates, We write to you as the call for a Financial Transaction Tax is now gathering global momentum, and the French government has made it a key priority for their G20 presidency. […]

Berlusconi: Einer wie alle

von Rolf Uesseler (4/2011)

Italien steht Kopf, seit Monaten halten die neuesten „Bunga-Bunga“-Enthüllungen über Silvio Berlusconi das Land in Atem. […]

Eine reanimierte Sozialdemokratie

von Achim Engelberg (4/2011)

Nun ist es endlich erschienen, das neueste und gleichzeitig letzte Buch Tony Judts, der am 6. August 2010 verstorben ist. Bereits die Entstehung dieses Buches ist anrührend, fiel sie doch in eine Zeit, da der Autor bereits an einer unheilbaren Nervenkrankheit litt, die immer mehr Körperteile lähmte. […]

Indien: Der Preis des Wachstums

von Fabian Scheidler (3/2011)

„India Shining“, strahlendes Indien, lautete der Slogan einer Wahlkampagne, die eine Werbeagentur 2004 im Auftrag der damals regierenden hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) kreierte. […]

Das Kasino bleibt geöffnet

Die Regulierung der Finanzmärkte und was daraus geworden ist

von Axel Troost (2/2011)

Seit die globale Finanzkrise in den Mittelpunkt der internationalen Wirtschaftspolitik gerückt ist, haben die Regierungen der wichtigsten Staaten eine Vielzahl von Regulierungen und Reformen angekündigt. So verabredeten die Staats- und Regierungschefs der G 20 auf ihrem Gipfel im April 2009 in London eine lange Reihe wichtiger Finanzreformen. […]

Solar, solidarisch, sozialistisch

Eine Antwort auf Klaus Lederers Kritik des Programmentwurfs der Linkspartei

von Elmar Altvater (2/2011)

Wenn eine Partei ein Grundsatzprogramm erarbeitet, ist Streit unvermeidlich, auch in der Partei „Die Linke“ – selbst wenn das Wort „Kommunismus“ im Entwurf der Programmkommission gar nicht vorkommt. Es war bereits ein kleines Wunder, dass der Entwurf im März 2010 einstimmig dem Parteivorstand unterbreitet werden konnte. […]

Die schöpferische Kraft des Subjektiven

von Jens Becker (2/2011)

Seit langem schon, lange vor den diversen französischen Protest- und Aufstandsmanifesten, ist der irische Politikwissenschaftler John Holloway in theoretisch interessierten Kreisen weit mehr als ein Geheimtipp. […]

Programmatisch festgefahren

Warum Die Linke sich ändern muss

von Klaus Lederer (1/2011)

Im September 2009 zog Die Linke mit sensationellen 11,9 Prozent in den Bundestag ein. Das markierte den vorläufigen Höhepunkt einer Serie von Triumphen, insbesondere beim Einzug in westdeutsche Landtage. Die Zeit war also günstig, sich liegen gebliebener Herausforderungen anzunehmen. Denn die Diskussion um Ziele, Strategie und ein Parteiprogramm stand bis dato aus. […]

Arbeitskampf oder Korporatismus

von Klaus Dörre (12/2010)

Der konjunkturelle Tiefpunkt ist kaum überschritten, noch sind die sozialen Folgen der globalen Finanzkrise nicht annähernd absehbar, da scheint einer der großen Verlierer bereits festzustehen: die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Das jedenfalls ist der Tenor einer internationalen Debatte unter namhaften Forschern im Feld der Arbeitsbeziehungen. […]

Eine kleine Geschichte der Gier

von Christoph Fleischmann (12/2010)

Wer hätte gedacht, dass die alte Todsünde noch einmal derart modern werden würde? Die schon reichlich angestaubte Habgier findet, frisch poliert, den Weg in die Schlagzeilen. „Die Gier der Manager“, „Die Gier an den Märkten“ oder einfach: „Die große Gier“ lauten die Überschriften der Bücher und Talkshows. […]

Im Schlepptau der Finanzmärkte

Wie sich die Politik dem Diktat der Krisenverursacher unterwirft

von Elmar Altvater (11/2010)

Als Lehmann Brothers Mitte September 2008 zusammenbrach, reagierten Peer Steinbrück, der damalige Bundesfinanzminister, diesseits des Atlantik, und Alan Greenspan, der Vorsitzende der US-Notenbank FED, jenseits des Atlantiks mit identischen Worten auf den größten Krach der Finanzgeschichte: Sie hätten „in den Abgrund geschaut“, ließen die beiden „Wir […]

Die Restauration der Arbeitsgesellschaft

Hartz IV und die Hegemonie der Erwerbsgesellschaft

von Michael Hirsch (11/2010)

Die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze um ganze fünf Euro wurde von der Regierung Merkel vor allem mit dem Lohnabstandsgebot und der Notwendigkeit begründet, den Arbeitslosen Arbeit zu vermitteln, statt ihnen Hartz IV zu zahlen. […]

Wirtschaftsdemokratie contra Krisenkapitalismus

Über den notwendigen Kurswechsel der Gewerkschaften

von Dierk Hirschel und Thorsten Schulten (11/2010)

Große Krisen waren immer wieder der Auslöser grundlegender sozialer Reformen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden in der Weimarer Republik wesentliche Institutionen des Sozialstaates geschaffen. Die große Weltwirtschaftskrise 1929 leitete in den USA die Politik des New Deal ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in Westeuropa die entwickelten Wohlfahrtsstaaten. […]

Exportschlager Hungerkrise

Die europäische Agrarpolitik und ihre Opfer

von Armin Paasch (10/2010)

Wohin steuert die europäische Landwirtschaftspolitik? Um dieses Reizthema wird es in den nächsten Monaten hitzige Debatten geben. Denn bis Jahresende will EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos¸ einen Vorschlag zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Zeit nach 2013 vorlegen. […]

Bankster vor Gericht

Kollektive Unschuld und systemische Kriminalität

von Werner Rügemer (8/2010)

Die öffentlichen Verurteilungen hätten kaum heftiger sein können: Die Banker haben den „größten Bankraub aller Zeiten“ organisiert und die zivilisierte Welt um ein Haar in den „Abgrund“ gerissen; deshalb müsse mit den „Kapital-Verbrechern“ abgerechnet werden.[1] […]

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