Beiträge von Achim Engelberg | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Beiträge von Achim Engelberg

Ein europäischer Thriller

Zu den besten politischen Memoiren gehören für den Kapitalismuskritiker Paul Mason jene von Yanis Varoufakis. Und tatsächlich führt der ehemalige griechische Finanzminister seine Leser in den Maschinenraum europäischer Politik. […]

Estland zwischen Ost und West

Seit Mitte des Jahres hat Estland die EU-Ratspräsidentschaft inne. Aber nicht nur deshalb lohnt sich der Blick auf diese nordöstliche Peripherie der Union. Im kleinen Estland – nie gab es mehr als rund eine Million Esten – verdichtet und verschränkt sich europäische Geschichte des 20. […]

Keiner oder alle

Wer sich von den Stereotypen der Nachrichten, von den leerlaufenden Talkshows befreien will, der lese – wieder – Heiner Müller. „Für alle reicht es nicht. Texte zum Kapitalismus“ sind die beste Einführung in sein großes Werk und zudem hoch aktuell. […]

Unser Mann in Athen

Wenn am 1. Januar 2017 der große griechische Schriftsteller Petros Markaris seinen 80. […]

Im Fadenkreuz der Geopolitik

Die Ukraine und der neue Kalte Krieg

Vor drei Jahren, am 21. November 2013, begannen die Proteste auf dem Maidan Nesaleschnosti, dem Unabhängigkeitsplatz, in Kiew, die alsbald den Namen Euromaidan tragen sollten. Euromaidan deshalb, weil zuvor die ukrainische Regierung die kurz vor dem Abschluss stehenden Assoziierungsverhandlungen mit der EU abgebrochen hatte, was Tausende wütender Menschen auf die Straße trieb. […]

Süd vs. Nord: Das andere Europa

Schon Montesquieu wusste: „Der Mensch des Nordens lebt, um zu arbeiten und zu produzieren, der Mensch des Midi würde nur so viel arbeiten, wie es zum Lebensunterhalt notwendig ist.“ Zwischen Europas Norden und Süden besteht ein Konflikt, der in der jüngsten Krise wieder offener zutage getreten ist, aber eine lange Tradition hat. […]

Der monströse Zauberberg

Spätestens seit dem Roman „Die Elenden von Lódz´“ (2009) gehört Steve Sem-Sandberg zu den prägnantesten Autoren Europas. Seitdem wird gefragt, ob der 1958 geborene Schwede nicht eine literarische Rekonstruktion des Ghettos unter der Naziherrschaft wagt, die nur Zeitzeugen erlaubt sein sollte. […]

Die zarenlose, die schreckliche Zeit?

Über Orlando Figes‘ 1996 erschienenes Werk „Die Tragödie eines Volkes. Die Epoche der Russischen Revolution 1891 bis 1924“ schrieb der höchst sachkundige Eric Hobsbawm, es „wird mehr zum Verständnis der Russischen Revolution beitragen als irgendein anderes Buch, das ich kenne“. […]

Neoliberalismus im Feldversuch

Nach dem Ende des Kalten Krieges glaubten und hofften viele, nun werde sich ganz Europa den Kernländern des Westens angleichen. In der Wissenschaft boomten Transformationsstudien. […]

Zerrissenes Zypern: Kleine Insel, große Mächte

Über 40 Jahre ist Zypern nun geteilt: Seit türkische Truppen am 20. Juli 1974 den Norden der Insel besetzten, um deren Anschluss an Griechenland zu verhindern, stehen sich ein türkisch besetzter, international nicht anerkannter Norden und ein griechisch dominierter Süden, die Republik Zypern, gegenüber. […]

Das Mittelmeer und die Wellen der Geschichte

Sagen wir es gleich zu Anfang: David Abulafias „Das Mittelmeer. Eine Biographie“ kann ein höchst einflussreiches Buch werden. Es versucht, eine Region neu zu deuten, die immer stärker in den Fokus der europäischen Politik rückt. […]

Das Beil überlebt seinen Herrn

Wenn am 13. Oktober in der Frankfurter Paulskirche der diesjährige „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels“ verliehen wird, ehrt man mit ihm eine wichtige Chronistin der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten, die dafür sogar ein eigenes Genre schuf. […]

Amerika – Ein Land im Abendlicht

Der niederländische Publizist Geert Mak fuhr am 50. Jahrestag der Reise John Steinbecks auf der dadurch klassisch gewordenen Route quer durch die Vereinigten Staaten – Amerika nicht nur mit der Seele suchend, sondern auch mit dem Verstand. Bereits sein viel gelesenes „In Europa – Eine Reise durch das 20. […]

Aserbaidschan und der Fluch des Öls

Starke Rivalitäten und wechselnde Bündnisse kennzeichnen den Kaukasus. Und Aserbaidschan als reichstes Land der Region nimmt dabei eine Schlüsselstellung ein. Immer wieder in der Geschichte wurde das Gebiet erobert oder geriet in das Fadenkreuz großer Mächte, von Alexander dem Großen bis heute. Osmanen, Perser und Russen wechselten sich dabei ab. […]

Die größten Storys des 20. Jahrhunderts

Wenn heute unter Eingeweihten von Tony Judt die Rede ist, wird das Bild des großen Historikers, der mit dem Erscheinen seiner Geschichte Europas endgültig aus dem engen Kreis der Fachwissenschaftler ins Rampenlicht einer internationalen Öffentlichkeit getreten war, unweigerlich von seinem tragischen Tod überlagert: Auf dem Höhepunkt seines Schaffens traf ihn die unheil […]

Interpretieren, um zu verändern

Eric Hobsbawm dürfte der weltweit bekannteste lebende Historiker sein. Einige seiner Bücher gelten bereits als moderne Klassiker, etwa seine Trilogie über das 19. Jahrhundert; der Titel seiner Geschichte des 20 Jahrhunderts, „Zeitalter der Extreme“, ist fast ein geflügeltes Wort. […]

Kassandra aus Kiew

Oksana Sabuschko ist eine der markantesten Stimmen Osteuropas, eine Vermittlerin zwischen Zeiten und Kulturen. Aus einer Dissidenten-Familie im sowjetischen Kiew stammend, musste sie als Heranwachsende erleben, wie der KGB ihren Vater brutal verhaftete und dieser kurz danach starb. […]

Krise und Konvergenz: Europa im Widerstreit

Bisher war Andreas Wirsching, der im letzten Jahr zum Direktor des renommierten Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin berufen wurde, vor allem Fachkollegen und Studierenden ein Begriff. […]

Ukraine: Die Oligarchen-Republik

Als die Sowjetunion zerfiel, erklärte sich die Ukraine am 24. August 1991 für unabhängig. Heute, genau 20 Jahre später, sind die Nachfolgestaaten der einstigen Weltmacht in drei Gruppen geteilt: Einige Staaten, wie beispielsweise Estland, schlugen den Weg in die EU ein; andere, wie Turkmenistan, mutierten zu orientalischen Despotien. […]

Das 20. Jahrhundert denken

Was im Jahre 1999 als Verschriftlichung von Vorlesungen begann, kommt nun, über ein Jahrzehnt später, mit Erscheinen des vierten Bandes zu seinem krönenden Abschluss: Frank Deppes Opus Magnum über das Politische Denken im 20. Jahrhundert. […]

Eine reanimierte Sozialdemokratie

Nun ist es endlich erschienen, das neueste und gleichzeitig letzte Buch Tony Judts, der am 6. August 2010 verstorben ist. Bereits die Entstehung dieses Buches ist anrührend, fiel sie doch in eine Zeit, da der Autor bereits an einer unheilbaren Nervenkrankheit litt, die immer mehr Körperteile lähmte. […]

Kapitalismus mit menschlichem Antlitz?

Was haben eigentlich Albert Camus und Henry Kissinger, der Sechstagekrieg und die Niederlage Frankreichs 1940, Johannes Paul II. und Arthur Koestler gemeinsam? Über all diese Personen und Ereignisse schrieb Tony Judt in den letzten 15 Jahren Essays, die nun auf Deutsch erschienen sind. […]

Weltgeschichtliches zum Tage

 "Soweit ich weiß, gibt es keine Gesellschaft ohne den Begriff der Ungerechtigkeit. Und daher soll es auch keine geben, in der man sich nicht gegen sie auflehnt.“ So lautet einer der Kernsätze des großen marxistischen Historikers Eric Hobsbawm. […]

Schwarzes Meer - Nachdenken über eine Grenzregion

Angesichts des Machtkampfs, der um eine von Russland unabhängige Gas- und Ölversorgung für Europa tobt, ist das Schwarze Meer zuletzt verstärkt in den Blickpunkt der Weltpolitik gerückt. Kundige wissen, dass in dieser großen Kulturregion seit Jahrtausenden die häufig hart umkämpfte Grenze zwischen Europa und Asien verläuft. […]

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